Mosambik: Immer mehr Frauen räumen Minen

mosambik.gif Anlässlich des Weltfrauentages am 8. März hat die Organisation „Handicap International“ auf das Engagement vieler Frauen in Mosambik aufmerksam gemacht, die als Minenräumerinnen jeden Tag einer sehr gefährlichen aber unglaublich wichtigen Arbeit nachgehen. Nach vielen Jahren Bürgerkrieg ist Mosambik eines der am stärksten verminten Länder der Welt, was nicht nur eine Gefahr für die Bevölkerung darstellt sondern auch die Wirtschaft des Landes hemmt.

Die Regierung Mosambiks hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. Bis zum Jahr 2014 sollen alle Minen aus dem Land entfernt worden sein. Nach dreißig Jahren Krieg ist Mosambik eines der am stärksten verminten Länder der Welt. Die Arbeit, die vielen Minen zu räumen und das verseuchte Land wieder sicher und kultivierbar zu machen, ist gefährlich und mühsam. Immer mehr Frauen in Mosambik nehmen diese Gefahr jedoch in Kauf und lassen sich zu Minenräumerinnen ausbilden. Darauf aufmerksam machte die Organisation „Handicap International“ anlässlich des Weltfrauentages am 8. März.

Die Arbeit der Minenräumerinnen und Minenräumer erfordert nicht nur sehr viel Mut, sie ist auch kompliziert und zeitintensiv. Allein einen einzelnen Quadratmeter zu räumen dauert manchmal mehrere Stunden. Es bedarf einer enormen Konzentration, jede einzelne Mine auf verseuchtem Gebiet aufzuspüren und unschädlich zu machen. Dazu kommt die große Hitze in dem südafrikanischen Land, die in den bis zu 4 Kilogramm schweren Schutzanzügen oft nur schwer zu ertragen ist.

Handicap International ist seit 1998 bei der Räumung von Landminen in Mosambik aktiv. Um das Ziel der Regierung zu unterstützen, das Land bis 2014 Minenfrei zu machen, startete die Organisation 2010 große Kampagnen, um neue Minenräumer zu rekrutieren, um diese gefährliche und doch so enorm wichtige Arbeit zu bewältigen. Bei diesen Kampagnen meldeten sich auch viele Frauen, die seither mit großem Engagement beweisen, dass sie den Männern bei dieser Arbeit in nichts nachstehen.

Die Grundausbildung der insgesamt zwölf von Handicap International angeworbenen Minenräumerinnen dauerte nur 45 Tage. Ihre Arbeit und die ihrer Mitstreiter ist von enormer Bedeutung für das Land Mosambik und seine Bevölkerung. Nicht nur, weil bis heute immer wieder schlimme Unfälle mit Minen geschehen, die Menschen verstümmeln oder töten. Auch das Land, das erst durch die Minenräumer wieder kultivierbar gemacht wird, wird in Mosambik, einem Land in dem drei Viertel der Bevölkerung von der Landwirtschaft lebt, dringend gebrauch. Denn immer noch sind viele Landstriche in Mosambik aufgrund der Minen nicht für den Anbau von Nahrungsmitteln nutzbar.

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