Detailinformation – Sudan

Detailinformation.gif Der Sudan ist aufgrund seiner Größe ein sehr vielfältiges Land, was sich sowohl in der Geographie als auch in der Politik und Geschichte des Landes widerspiegelt. Die folgende Seite gibt ihnen deshalb einen kurzen Überblick zu folgenden Themen:

  • Geographie des Sudan
  • Geschichte des Sudan
  • Politik im Sudan

Geographie des Sudan

Der Sudan war bis zu seiner Trennung in Nord- und Südsudan mit ca. 2,5 Millionen km² das größte Land Afrikas. Durch die Abspaltung der südlichen Landesteile im Jahr 2011 reduziert sich die Fläche jedoch auf 1,9 Millionen km² – damit ist der Sudan nun nach Algerien und der Demokratischen Republik Kongo das drittgrößte Land des afrikanischen Kontinents. Der Sudan erstreckt sich vom Roten Meer im Nordosten bis an die Grenze des Tschad im Westen (Darfur Region). Lebensader des Landes ist der Nil, der sich von Nord nach Süd durch das Land zieht, bevor er nach Ägypten weiterfließt. Ein großer Teil der Landesfläche wird von der östlichen Sahara eingenommen, die im Süden des Landes zunächst in Halbwüste übergeht und an der Grenze zum Südsudan schließlich teilweise zu Dornstrauch- und Trockensavanne wird.

Die Hauptstadt des Sudan ist Khartum, welches im zentralen Osten des Landes liegt, genau an der Stelle, an welcher sich der blaue und der weiße Nil vereinigen. In Khartum wohnen etwa acht Millionen der knapp 30 Millionen Einwohner, die der Sudan zur Zeit schätzungsweise hat.

Geschichte des Sudan

Im Sudan wird eine der Wiegen der Menschheit vermutet. Die ältesten menschlichen Siedlungsspuren sind mehr als 300.000 Jahre alt. Die archäologischen Funde der Pyramiden entlang des Nils und in der Sahara, die heute noch besichtigt werden können, lassen darauf schließen, dass das Reich der Nubier (das im Norden des heutigen Sudan liegt) ursprünglich sogar mächtiger war als das Reich der Pharaonen in Ägypten.

Erst um 2.000 vor Christus konnten die Ägypter von Norden her einfallen und das nubische Reich dem Ihren einverleiben. Der Grund hierfür könnte gewesen sein, dass klimatische Veränderungen dazu geführt haben, dass das fruchtbare Gebiet immer trockener wurde und schließliche keine Viehwirtschaft mehr möglich war. Heute ist das Gebiet Teil der Sahara, aber auf Felszeichnungen finden sich im Sudan noch Bilder von Rindern und Antilopen, die damals dort lebten.

Politik im Sudan

Die islamische Republik Sudan (Dschumhuriyyat as-Sudan) wird seit 1989 von einer Militärregierung beherrscht. Der "President of Sudan" ist seitdem Omar Hassan Ahmad al-Bashir. Seit dem Friedensabkommen von 2005 herrscht der "President of Sudan" nicht mehr über alle Landesteile, sondern musste die Kontrolle über den Südsudan als eine autonome Region teilweise aufgeben. Seit 2011 sind die südlichen Landesteile nun endgültig unabhängig und bilden einen eigenen Staat.

Seit 2008 soll Präsident al-Baschir sich vor dem internationalen Strafgerichtshof in Den Haag wegen des Völkermords in Sudans Darfur-Region verantworten. Zu einer Auslieferung kam es bisher allerdings noch nicht. Die Menschenrechtsverbrechen in Darfur führten auch dazu, dass Amnesty International den Sudan zu den Ländern zählt, in denen die Menschenrechte am wenigsten beachtet werden.

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