Nationalparks – Guinea-Bissau

Nationalparks.gif Guinea-Bissau, das im Westen Afrikas direkt am Atlantischen Ozean liegt, bietet einige der schönsten Strände Afrikas aber auch noch viel unberührte Natur.

In dem kleinen Land sind fünf Nationalparks dem Naturschutz gewidmet, die bisher kaum von Touristen entdeckt wurden, was unter anderem auch an der instabilen politischen Situation in Guinea-Bissau liegt. Laut Zahlen des guinea-bissauischen Ministerium für Tourismus reisen jährlich nur etwas mehr als 4.000 Europäer nach Guinea-Bissau. Einsame Strände und unberührte Natur sind hier also nicht nur ein Werbeslogan, sondern Wirklichkeit.

Das Naturschutzgebiet rund um das Bijagos-Archipel ist wohl der Höhepunkt eines Besuchs in Guinea-Bissau. Zahlreiche natürliche Inseln bieten der hier heimischen Tier- und Pflanzenwelt optimale Rückzugsmöglichkeiten. Da die langen Sandstrände bis vor Kurzem für Schiffe unzugänglich waren, hat sich hier eine einzigartige Natur bewahren können.

Der Orango-Islands-Nationalpark bietet eines der seltensten Highlights Afrikas. Hier lassen sich Krokodile und Nilpferde auch im Salzwasser beobachten. Anders als ihre australischen Verwandten wandern afrikanische Krokodile nur in sehr seltenen Fällen ins Salzwasser ab – wie hier in Guinea-Bissau geschehen. Des Weiteren befinden sich im Orango-Island-Nationalpark auch die Grabstätten der Bijagó-Könige. Eine einzigartige Gelegenheit das Volk der Bijagó auf ganz intensive Art zu erleben und zu erfahren.

Ein weiterer Nationalpark ist der Cantanhez Forest. Er ist über 1.000 km² groß und liegt im Süden Guinea-Bissaus. Wie der Name schon verrät, steht hier ein Teil des tropischen Regenwaldes unter Schutz. Er ist Heimat für einige der seltensten Tiere Afrikas. Es gibt schwarze und rote Wildschweine, seltene Vogelarten und unzählige Insekten (Kopffüßer, Schlangen, etc.). Auch Schimpansen wurden hier angesiedelt und erfreuen sich einer zunehmenden Population.

Auch die größte Süßwasserlagune des Landes, die Cufada Lagune, steht unter Naturschutz. Sie bietet vielen Zugvögeln ein Winterquartier und zeichnet sich auch sonst durch eine sehr hohe Biodiversität aus. Viele seltene Vogelarten sind hier beheimatet und auch Säugetiere wie Nilpferde und Krokodile haben hier ihr zu Hause.

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