Detailinformation – Burkina Faso

Detailinformation.gifDie Republik Burkina Faso hat eine Gesamtfläche von 274.200 km². Die Einwohnerzahl liegt nach Angaben des Auswärtigen Amts bei ca. 14 Millionen Menschen.

Etwa die Hälfte der Bevölkerung zählt zur ethnischen Gruppe der Mossi. Im Norden des Landes lebt eine kleine Anzahl an Fulbehirten. Besonders der Südwesten von Burkina Faso ist sehr multiethnisch. Hier leben zahlreiche kleinere Gruppen, zum Beispiel die Bobo, Senufo und die Lobi.

Da Burkina Faso früher eine Kolonie von Frankreich war, ist Französisch bis heute die Amtssprache. Daneben werden zahlreiche lokale Sprachen gesprochen. Die wichtigsten Verkehrssprachen sind Moore, Djoula und Fulfulde. Arabisch ist vor allem unter den Händlern des Landes eine viel genützte Sprache in Burkina Faso.

Die Hälfe der Einwohner von Burkina Faso sind Muslime. Christen machen hier nur eine kleine Minderheit aus. Eine zentrale Rolle nehmen dagegen die animistischen Religionen ein, die von vielen Menschen in Burkina Faso praktiziert werden.

Die Wirtschaft des Landes basiert vor allem auf Subsistenz. Ungefähr 90 % der Einwohner betreiben Landwirtschaft für den Eigenbedarf. Eines der größten Probleme beim Anbau von Nutzpflanzen ist der Wassermangel. Burkina Faso gehört zu den Ländern mit dem geringsten Wasserverbrauch weltweit.

Das Land verfügt zwar über nicht unwesentliche Vorkommen an Gold, welche allerdings durch die fehlende Infrastruktur nur schwer abzubauen sind. Die Politik des Landes wird häufig dafür kritisiert, dass sie zu stark nach außen hin orientiert ist und sich zu wenig um innenpolitische Probleme wie diese kümmert.

Armut ist eines der größten Probleme in Burkina Faso. Das BIP lag Angaben des Auswärtigen Amts zufolge im Jahr 2008 bei nur 8.259 US-Dollar. Die durchschnittliche Lebenserwartung der Einwohner von Burkina Faso liegt bei nur knapp über 50 Jahren. Aufgrund der schwierigen Bedingungen werden Kinder aus von Armut betroffenen Familien nicht selten im Ausland zur Adoption freigegeben, da das Leben in Burkina Faso besonders für Mädchen schwierig ist. 

Eine weitere Folge der Armut in Burkina Faso ist der Mangel an Bildung. Die Mehrheit der Einwohner sind Analphabeten. Viele Kinder gehen nicht zur Schule, da den Eltern die finanziellen Mittel fehlen oder weil sie für das Überleben der Familie etwas dazuverdienen  müssen. Dieser Umstand ist nicht zu verwechseln mit kommerzieller Kinderarbeit wie sie in anderen Ländern vorkommt. Es gibt mittlerweile viele Organisationen, die diese Probleme durch konkrete Hilfe zu überwinden versuchen. Auch Deutschland unterhält in Burkina Faso mehr als ein Projekt, das sich für die Bildung der Kinder stark macht. Besonders aktiv ist in Burkina Faso das Goethe Institut.

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