Einreisebestimmungen – Somalia

Einreisebesstimmung.gif Von einer Reise nach Somalia wird derzeit vom Auswärtigen Amt dringend abgeraten.

Die gesundheitlichen und kriminalitätsbedingten Risiken sind sehr hoch, gerade für westliche  Touristen. In den letzen Jahren kam es leider öfter zu Fällen von Entführungen mit Lösegelderpressungen und gezielten Mordanschlägen. Auch die Zahl der Selbstmordattentate hat in den vergangenen Jahren in Somalia drastisch zugenommen. Die Botschaft von Somalia in Deutschland ist momentan geschlossen.

Die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes gilt ebenfalls für die Gewässer vor der Küste von Somalia. Trotz intensiver Vorkehrungen und Maßnahmen der Marine gegen die zunehmende Piraterie kommt es immer noch zu Piratenüberfällen und Schiffsentführungen durch somalische Seepiraten. Diese Vorfälle sind längst nicht mehr auf die unmittelbare Küstenregion und den Golf von Somalia beschränkt. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder auch Piratenangriffe vor den Küsten Kenias, Tansanias, des Oman und des Jemen. Auch die Gewässer um die Seychellen und Madagaskar sind inzwischen nicht mehr sicher vor Überfällen und Schiffsentführungen durch Seepiraten.

Die Möglichkeiten der Einreise nach Somalia beschränken sich derzeit weitgehend auf Mitarbeiter humanitärer Hilfsorganisationen und Journalisten. Wenn Sie trotz der ausdrücklichen Reisewarnungen nach Somalia reisen möchten, sollten Sie sich direkt ans Auswärtige Amt wenden oder an die Deutsche Botschaft in Kenia.

Die deutschen Behörden haben nach einem richterlichen Beschluss vom März 2010 die gesetzliche Berechtigung, den Geltungsbereich des Passes eines deutschen Staatsangehörigen zu beschränken, wenn er in ein Land mit hohem Entführungsrisiko einreisen möchte. Da Somalia zu diesen Ländern gezählt wird, ist eine Einreise als Tourist nach Somalia derzeit faktisch nicht möglich. Für alle weiteren Fragen zu diesem Beschluss sollte man sich direkt mit dem Auswärtigen Amt in Verbindung setzen.

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