Detailinformation – Eritrea

Detailinformation.gif Der kleine Staat Eritrea liegt oberhalb des Horns von Afrika im Nordosten des Kontinents.

Im Osten grenzt das Land ans Rote Meer, mit einer Küstenlänge von etwa 1.000 Kilometern. Im Nordwesten ist das Nachbarland der Sudan, im Süden Äthiopien und im Südosten Dschibuti. Mit einer Gesamtfläche von 124.000 km², einschließlich der Dahlak-Inseln, ist Eritrea ein sehr kleines Land, was bei einem Blick auf die Landkarte sehr deutlich wird.

Die Küstenregionen sind ohne Ausnahme Trockensavannen, mit sehr heißem und trockenem Klima. Die Hochebenen im Inneren des Landes sind von gemäßigten Temperaturen bestimmt. Der höchste Punkt von Eritrea ist der Soyra, ein 3018 m hoher Berg, südöstlich der Hauptstadt Asmara.

Die Bevölkerungszahl von Eritrea wird derzeit auf knapp fünf Millionen geschätzt, das Land ist also relativ dünn besiedelt. Die meisten Menschen leben in den Küstenregionen, da das Rote Meer eine gute Nahrungsquelle darstellt. Insgesamt leben neun größere ethnische Gruppen in Eritrea. Mit annähernd 50 % Anteil an der Gesamtbevölkerung sind die Tigrinya die größte Ethnie des Landes. Daneben leben hier auch viele Mitglieder der Ethnien Tigre, Afar, Saho, Kunama, Bilen, Hedareb, Nara und Rashaida.

Die Amtssprachen des Landes sind Englisch, Tigrinya und Arabisch. Eine Besonderheit von Eritrea ist die Tatsache, dass die eine Hälfte der Bevölkerung der christlichen Religion angehört und die andere Hälfte dem Islam. Dennoch hat die Religion in Eritrea bisher wenig Anlass zu Konflikten gegeben. Meistens sind die verschiedenen Regionen des Landes entweder christlich oder islamisch geprägt, wodurch Konfrontationen vermieden werden. Der starke nationale Zusammenhalt hat sicherlich ebenfalls damit zu tun, dass Eritrea erst im Jahr 1993, nach über dreißig Jahren Krieg, vom Nachbarstaat Äthiopien unabhängig geworden ist.

Bis heute zählt Eritrea zu den ärmsten Ländern in Afrika. Das Prokopf-Einkommen lag im Jahr 2008 bei weniger als 280 US-Dollar. Wer nach Eritrea reisen und sich vorab genauer mit der aktuellen Situation vor Ort beschäftigen möchte, kann das zum Beispiel mit Hilfe der Onlinezeitschrift „Eritrea Daily News“ im Internet machen.

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