Verkehr – Eritrea

Verkehr.gif In Eritrea sind nur wenige Straßen asphaltiert.

Das Straßennetz, das von den Italienern während der Kolonialzeit ausgebaut wurde, ist im langjährigen Unabhängigkeitskrieg fast gänzlich zerstört worden. Heute sind die meisten Straßen in Eritrea, außerhalb der Hauptstadt Asmara, unbefestigte Schotterpisten.

In Asmara kann man beim Eritrean Tour Service Autos mieten. Wer außerhalb der Stadt reisen möchte, sollte einen Geländewagen mieten, anders sind viele Strecken nur schwer passierbar. In Eritrea braucht man einen internationalen Führerschein, um einen Mietwagen zu bekommen. Da wie in Deutschland Rechtsverkehr herrscht, muss man sich beim Fahren dort nicht umstellen. Es gibt allerdings auch die Möglichkeit, ein Auto mit Chauffeur zu mieten.

Taxis gibt es ebenfalls in der Hauptstadt sowie am Flughafen. Der Preis wird in Eritrea vor der Abfahrt verhandelt, Taxameter gibt es nicht. Es ist üblich, sich ein Taxi mit anderen Reisenden zu teilen. Wer lieber allein fahren möchte, zahlt mehr.

Die größeren Städte des Landes können auch mit dem Bus erreicht werden. Aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse sind Busreisen jedoch wenig komfortabel. Feste Abfahrtszeiten gibt es in Eritrea nicht. Die Busse fahren ab, wenn der letzte Platz belegt ist. Tickets müssen daher auch nicht im Voraus gebucht werden, genug Zeit sollten Sie allerdings mitbringen. In der Regel werden die Orte je nach ihrer Größe einmal bis zweimal pro Tag angefahren.

Eine weitere Möglichkeit in Eritrea zu reisen ist mit dem Zug. Das ca. 300 km lange Schienennetz, das, wie der Großteil der Straßen, während des Krieges zerstört worden ist, ist heute nur zum Teil wieder intakt. Einen geregelten Zugverkehr gibt es bisher nicht. Von Asmara aus kann man mit dem Zug nach Massawa, Agordat und Keren gelangen. Wann die Züge abfahren, muss man vor Ort herausfinden, da es keinen zuverlässigen Fahrplan gibt.

Inlandsflüge gibt es in Eritrea ausschließlich von Asmara nach Assab im Südosten, wo sich der zweite Flughafen des Landes befindet. Die Stadt liegt ebenfalls am Roten Meer, knappe 500 km von der Hauptstadt entfernt.

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