Sehenswürdigkeiten – Tschad

Sehenswuerdigkeiten.gif Im Tschad gibt es nur wenige historische oder architektonische Sehenswürdigkeiten zu bewundern. Stattdessen besticht es durch seine wilde und unbändige Natur, die sich vor allem in der Weite der Sahara finden lässt.

Der Tschad ist ein Urlaubsziel für Entdecker und Abenteurer. Bei Touren durch das Land, die mit Sicherheit abenteuerlich verlaufen, kann man die Unberührtheit des Landes genießen und vielleicht Dinge entdecken, die sonst noch niemand gesehen hat. Hier gibt es keine überlaufenen Sehenswürdigkeiten oder Massentourismus in irgendeiner Form.

Die Hauptstadt von Tschad, N'Djamena, hat nicht viel mehr zu bieten, als ein Nationalmuseum. Im Museum werden einige Überbleibsel der alten Sar-Kultur aus dem 9.Jahrhundert ausgestellt. Architektonisch hat die Stadt wenig Reize und auch der lange Bürgerkrieg im Tschad ist an der Hauptstadt nicht spurlos vorübergegangen.

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Wer im Tschad etwas mehr erleben will, muss sich auf verschlungenere Pfade begeben, um die wilde Natur und Vegetation des Tschad zu entdecken. Man muss allerdings beachten, dass man für jede Präfektur, in die man reisen möchte, eine Reiseerlaubnis braucht und nicht alle Regionen des Landes ohne Gefahr zu bereisen sind.

Im Töpferdorf Gaoui, einige Kilometer von der Hauptstadt des Tschad entfernt, wird man von den bunten Häusern und traditioneller Architektur willkommen geheißen. Hier gibt es ebenfalls ein Museum, das sich mit der Sar-Kultur beschäftigt.

Etwas, das man sich nicht entgehen lassen sollte auf einer Reise durch das Land ist der Tschad-See. Er ist ein abflussloser Binnensee, der von Süden her durch den Schari-Fluss (frz. Chari) gespeist wird. Die durchschnittliche Tiefe des Sees beträgt lediglich zwei Meter, weshalb der Tschad-See sehr anfällig auf veränderte Niederschlagsmengen reagiert. Durch vermehrte Dürren ist der Pegel in den 1980er Jahren enorm gesunken, weshalb die Größe des Sees stark zurückgegangen ist.

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Einige der Anrainerstaaten – außer dem Tschad noch Kamerun, Nigeria und Niger – sitzen mittlerweile im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Trockenen. Um 4.000 v. Chr., als das Klima in der Region noch wesentlich kühler war, lag der Wasserspiegel noch um 50 Meter höher als heute und der See hatte damals eine Fläche von ca. 300.000 km², was der Größe der Kaspischen Meeres entspricht. Wissenschaftler sprechen hier vom Mega-Tschad.

Im Norden des Tschad ist Vegetation so spärlich vorhanden, dass das Auge kilometerweit nichts als Sand und Geröll erblickt. Eine natürliche Schönheit im Tschad ist das Tibesti Gebirge, welches auf 3.415 Meter aufsteigt und somit das höchste Gebirge in der Sahara ist. Der Sandstein, der über die Jahre hinweg von Wind und Sand zu faszinierenden Formen geschliffen wurde, bietet eine einmalige und beeindruckende Kulisse.

Leider ist das Gebiet an der libyschen Grenze momentan nur sehr schwer zu bereisen, da Minenfelder eine enorme Gefahr darstellen. Außerdem dient die Region als Rückzugsgebiet für Rebellen und islamische Terrorgruppen, weshalb eine realistische Entführungsgefahr besteht.

Wer solche surrealen Sandsteinformationen trotzdem einmal zu Gesicht bekommen will, sollte versuchen das Ennedi Massiv im Nordosten Tschads zu besuchen. Hier wurden außerdem Felszeichnungen, sogenannte Petroglyphen, gefunden. Allerdings ist auch diese Region nicht gefahrlos zu bereisen. Ein erfahrener Führer und aktuelle Informationen über die Lage in der Region sind überlebenswichtig.

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