Sitten und Gebräuche – Mauritius

SittenGebraeuche.gif Da sich die Bevölkerung Mauritius aus Franzosen, Indern, Chinesen, indigener Bevölkerung und einigen anderen Minderheiten zusammensetzt, gibt es keine einheitliche kulturelle Identität auf Mauritius.

Stattdessen sind die einzelnen Einwanderergruppen teilweise ihren alten Sitten und Gebräuchen treu geblieben (50 Prozent der Mauritier sind immer noch Hindus) oder haben ihre kulturellen Gewohnheiten untereinander vermischt. Man kann deswegen nicht von der einen mauritischen Kultur sprechen.

Da die Einwanderung der vielen Volksgruppen jedoch schon sehr lange Zeit zurück liegt hat sich die Situation mittlerweile etwas verändert. Die Regierung der Insel versucht mittlerweile das Identitätsgefühl zu stärken, indem sie kulturelle Begegnungsstätten auf lokaler Ebene einrichtet.

Dadurch lernen die Menschen die religiösen und kulturellen Besonderheiten ihrer Mitmenschen besser kennen. Außerdem wird mittlerweile jeden Morgen von den Schülern vor Unterrichtsbeginn die Nationalhymne Mauritius auf den Pausenhöfen des Landes gesungen. Es ist durchaus schön, ihnen einmal als Tourist zu lauschen.

Generell ist auf die Mauritius die Musik sehr hörenswert. Besonders sehens- und hörenswert ist der Sega, der aus der Zeit der Sklaverei stammt. Der Sega ist der Gesang der Sklaven, die ihr Leid klagen. Begleitet wird der Gesang von drei traditionellen Instrumenten und einer Art Hüfttanz der Frauen. Aber auch moderne Musik aus Mauritius hat durchaus ihren Charme und kann vor allem in den Bars und Clubs des Landes gehört werden.

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Früher waren Frauen in der Gesellschaft Mauritius benachteiligt. Aufgrund der fortgeschrittenen Industrialisierung und Emanzipation der Frauen ist die Gleichberechtigung mittlerweile weit fortgeschritten. Ein Viertel der Minister/innen des Landes sind bereits Frauen. Außerdem ist es normal, dass auch Frauen arbeiten gehen wobei sie vor allem auch im Tourismussektor neue Anstellungsmöglichkeiten für sich auftun.

An den Stränden gibt es keine Kleidungsvorschrift. Aufgrund der vielen Touristen wird auch oben ohne an den Stränden Mauritius mittlerweile akzeptiert. FKK ist aber ein absolutes Tabu. Und auch an Stränden, an denen sich vor allem Einheimische aufhalten, ist es nicht gerne gesehen, wenn man sich entblößt. Abseits der Strände empfiehlt es sich, angemessene Kleidung zu tragen (nicht im Bikini durch die Stadt spazieren).

Seit März 2009 ist auch der Nichtraucherschutz in Mauritius angekommen. Seither ist das Rauchen auf öffentlichen Plätzen, in Restaurants, Clubs und auch an allen Arbeitsplätzen verboten. Auf öffentlichen Plätzen ist auch der Konsum von Alkohol nicht gestattet. Es winken Geldstrafen von 250 Euro – Geld, das man auf Mauritius sicherlich sinnvoller ausgeben kann.

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