Einreise nach Afrika – gesundheitliche Aspekte im Überblick

Afrika lockt Reisende durch spannende Safaris, traumhafte Strände und atemberaubende Landschaften. Wer seinen Afrika-Aufenthalt in vollen Zügen genießen möchte, sollte allerdings einige gesundheitliche Vorkehrungen treffen.

 

Afrika lockt Reisende durch spannende Safaris, traumhafte Strände und atemberaubende Landschaften. Wer seinen Afrika-Aufenthalt in vollen Zügen genießen möchte, sollte allerdings einige gesundheitliche Vorkehrungen treffen. Der afrikanische Kontinent ist nach wie vor ein echter Geheimtipp für viele Touristen.

Impfungen und Krankheiten
Wer sich für eine Reise nach Afrika entscheidet – sei es beruflich oder privat – sollte zur Vorsorge im Vorfeld einige Impfungen durch den Hausarzt durchführen lassen. Grundsätzlich gilt hier, die benötigten Impfungen immer mit dem Arzt zu besprechen.

Als kleine Hilfestellung können sich Afrika-Reisende allerdings auch an dieser Auflistung für empfohlene Impfungen orientieren:

 

  • Cholera,
  • Diphterie,
  • Hepatitis A,
  • Hepatitis B,
  • Malaria,
  • Tetanus,
  • Tollwut und
  • Typhus.

Je nach Region können außerdem Impfungen gegen Pertussis, Meningokokken Meningitis, Poliomyelitis oder Dengufieber sinnvoll sein. Eine genaue Beschreibung zum Impfschutz sowie anderen häufigen Erkrankungen in Afrika liefert zum Beispiel das Auswärtige Amt.
Wenn es um die Standardimpfungen für Afrika-Reisen geht, empfiehlt es sich regionsunabhängig außerdem, Impfungen gegen Masern, Mumps und Röteln durchführen oder – wenn notwendig – auffrischen zu lassen. Diese Impfung ist allerdings nicht nur für Afrika-Reisen wichtig, sondern sollte auch in Deutschland obligatorisch sein!

  • Malaria: Malaria ist ebenfalls eine Erkrankung, gegen die sich Reisende als Vorkehrungsmaßnahme rechtzeitig vor ihrem Afrika-Aufenthalt impfen lassen sollten. Wichtig zu wissen ist allerdings, dass die Impfungen gegen die Krankheit noch nicht genug ausgereift sind. Daher sollten sich Afrika-Reisende auch vor Ort ausreichend gegen eine mögliche Erkrankung schützen. Mithilfe von Insektenschutzmitteln kann man die Mücken bereits  fern halten.
  • Hepatitis A: Hepatitis A zählt ebenfalls zu den Standardimpfungen, mit denen man sich für seine Reise vorbereiten sollte. Wird ein längerer Aufenthalt angestrebt, sollte man sich zusätzlich gegen Hepatitis B impfen lassen.

Eine weitere Erkrankung, gegen die man sich allerdings in der Regel nicht impfen lassen kann, sind verschiedene Durchfallerkrankungen. Diese sind meist durch das Essen, dessen Zubereitung und/oder die ungewohnten Gewürze bedingt. Für den Fall einer Durchfallerkrankung beim Afrika-Aufenthalt sollte die eigene Reiseapotheke bereits in Deutschland aufgestockt werden.
Überblick zu empfohlenen Impfungen nach Regionen:

Botswana Tetanus
Diphtherie
Poliomyelitis
Hepatitis A (bei längerem Aufenthalt auch Hepatitis B)
Tollwut
Meningokokken
Typhus

Kenia

Tetanus
Diphtherie
Pertussis
Polio
Mumps
Masern
Röteln
Influenza
Meningokokken
Hepatits A (bei längerem Aufenthalt auch Hepatitis B)
Typhus
Tollwut

Madagaskar

Keuchhusten
Tetanus
Diphtherie
Polio
Mumps
Masern
Röteln
Hepatitis A (bei längerem Aufenthalt auch Hepatitis B)
Tollwut

Mauritius

Tetanus
Diphtherie
Pertussis
Polio
Mumps
Masern
Röteln
Hepatitis A (bei längerem Aufenthalt auch Hepatitis B)

Südafrika

Tetanus
Diphtherie
Pertussis
Polio
Masern
Mumps
Röteln
Hepatitis A (bei längerem Aufenthalt auch Hepatitis B)
Tollwut

Verhalten im Land
Um sich vor Ort vor unangenehmen Erkrankungen zu schützen, können Afrika-Reisende bereits mit einfachen Tipps und Tricks gut vorsorgen. Speziell bei den Themen Wasser, Ernährung und Hygiene sollten sie folgende Verhaltensweisen beachten:

  • Zähne putzen: Viele haben sich angewöhnt, nach dem Zähneputzen nicht nur den Mund gründlich mit Wasser auszuspülen, sondern auch den einen oder anderen Schluck Wasser als schnellen Durstlöscher am Morgen zu nutzen. Egal ob bei Bekannten im Dorf, im günstigen Hotel oder in der Luxus-Hotelanlage: In Afrika sollte Wasser aus der Leitung auf keinen Fall als Trinkwasser genutzt werden! Hier lauern Keime und Bakterien, die zu unangenehmen Erkrankungen führen können. Bei drastischen Durchfallerkrankungen kann zusätzlich, aufgrund der Hitze im Land, eine Dehydrierung die Folge sein.
  • Tee- und Kaffeekocher: In vielen Hotels gibt es einen Teekocher, um sich morgens den Kaffee oder Tee bereits im Zimmer selbst zu kochen. Auch hier greift die Faustregel, dass das Wasser aus der Leitung kein Trinkwasser ist. Zwar sterben beim Kochen des Wassers Bakterien ab. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, nutzt hier allerdings das stille Wasser aus der Flasche – direkt aus dem Supermarkt oder von der Hotelbar und ganz klar als Trinkwasser genießbar.
  • Richtige Ernährung: Gewürze in fernen Ländern unterscheiden sich oft genauso von den hiesigen, wie die Hygienevorschriften in der Küche. In renommierten Hotels sollten die Hygienevorschriften zwar kein Problem sein. Vor Durchfallerkrankungen sind Reisende aufgrund der Ernährungsumstellung dennoch nicht geschützt. Besonders fettige Speisen (zum Beispiel frittierte Köstlichkeiten) oder der übermäßige Genuss von fast ausschließlich frischem Obst können im Magen für Furore und zu Durchfall führen.
  • Flüssigkeitszufuhr: Zwar kann es in einigen Regionen Afrikas nachts sehr frisch werden. Tagsüber heizt es allerdings oft sehr stark auf. Um nicht zu dehydrieren, sollten Reisende also viel Wasser trinken. Bei normalen Temperaturen liegt die Empfehlung bei mindestens zwei Liter Wasser am Tag. Ist es heiß, sollte die Zufuhr allerdings deutlich aufgestockt werden.
  • Umgang mit der Hitze: Auch wenn strahlender Sonnenschein und heißes Sommerwetter eine schöne Abwechslung zum teilweise wechselhaften bis kalten Sommer in Deutschland sind, sollten sich Afrika-Reisende überwiegend im Schatten aufhalten. Um sich vor Sonnenbrand zu schützen, gehört ganz klar ausreichend Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor ins Reisegepäck. Außerdem ist die pralle Sonne – zumindest über einen längeren Zeitraum hinweg –  zu vermeiden. Ein wirksamer Schutz mit Sonnenhut, Basecap oder Kopftuch hilft, einem Sonnenstich vorzubeugen.

Eine Safari macht Spaß - jedoch nur, wenn die Gesundheit mitspielt. Eine gute Krankenversicherung ist wichtig
Beim Thema Reiseschutz sollten Reisende sich für verschiedene Alternativen rüsten. Neben den vorsorglichen Aktivitäten wie Impfung oder Einhalten von Tipps zu Trinkwasser und Ernährung gehört allerdings auch eine gute Auslandskrankenversicherung mit ins Gepäck. Hier hat der Reisende die Wahl zwischen Verträgen für Kurzreisen oder einen Ganzjahresschutz, wie auf travelsecure.de beschrieben wird.

Zwar sind gesetzlich Versicherte in Deutschland mit der gesetzlichen Krankenversicherung ausreichend geschützt, sofern sie innerhalb Deutschlands erkranken und auf medizinische Versorgung angewiesen sind. Dies gilt aber nicht für das Ausland. Kleinere Erkrankungen, bei denen möglicherweise auch ein Arzt zu Rate gezogen wird, fallen zwar meist nicht stark ins Gewicht und können gut mit der Reisekasse ausgeglichen werden. Anders verhält es sich allerdings, wenn eine schwerere Erkrankung eintritt, bei der ein Krankenhausaufenthalt oder eine Operation notwendig sind. Weder die ärztliche Untersuchung bei kleineren Erkrankungen, noch die kostenintensiven Behandlungen werden durch die gesetzliche Krankenversicherung getragen. Kosten, die durch Operationen und Krankenhaus anfallen, können enorm hoch sein, weswegen der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung sinnvoll sein kann.

Mit einfachen Tipps ausreichend vorsorgen
Eine Erkrankung ist immer unangenehm. Im Ausland kann sie allerdings unerträglich werden. Fernab vom eigenen Bett, der gewohnten Umgebung und den westlichen Standards sollte man sich daher entsprechend wappnen, um den Krankheitsfall zu vermeiden. Benötigt man dennoch medizinische Versorgung, hilft eine spezielle Auslandskrankenversicherung dabei, nicht wegen den Kosten für Arzt und Krankenhaus finanziell unterzugehen.

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