Nationalparks – Somalia

Nationalparks.gif In Somalia gibt es zwei große Nationalparks, den Kismayu-Nationalpark im Süden und den Hargeisa-Nationalpark im Norden des Landes.

Beide Parks verfügten vor dem Ausbruch des Bürgerkrieges über eine Vielzahl an unterschiedlichen Tierarten, von Elefanten über Giraffen bis hin zu verschiedenen Giftschlangen. Vor allem der Hargeisa-Nationalpark war die Heimat vieler exotischer und vom aussterben bedrohter Arten.

Beide Nationalparks von Somalia liegen in Gebieten, in denen immer wieder blutige Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Kriegsherren und Milizengruppen an der Tagesordnung sind. Einen besonderen Schutz genießen die Nationalparks und ihre tierischen Bewohner in diesem praktisch regierungslosen Land nicht mehr. Es kann davon ausgegangen werden, dass der Tierbestand seit dem Beginn der Unruhen in Somalia drastisch dezimiert wurde. Genaue Informationen dazu sind nicht vorhanden.

Ähnlich verhält es sich mit dem kleinen Nationalpark in der unmittelbaren Umgebung von Mogadischu sowie den zehn Wildreservaten von Somalia, in denen die Tiere ehemals ein geschütztes Umfeld fanden.

Der Inhaber des Ministeramtes für Tourismus in der Übergangsregierung von Somalia erklärte bereits im Jahr 2004 in einem Interview, dass er sich für den Wiederaufbau der Nationalparks des Landes einsetzen werde. Ein kurzer Blick auf die bis heute Konflikt beladene Situation Somalias macht schnell deutlich, dass dieser Punkt auf der Prioritätenliste des Landes in der Realität sehr weit unten steht.

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