Boni Yayi bleibt Präsident in Benin

benin.gif Amtsinhaber Boni Yayi ging bei der Präsidentschaftswahl in Benin vom 13. März als klarer Sieger hervor. Wie die Wahlkommission nun offiziell bekanntgab, erreichte er bereits in der ersten Runde die absolute Mehrheit der Wählerstimmen. Die Opposition wirft Yayi Wahlbetrug vor und kündigte an, das Ergebnis nicht zu akzeptieren. Die Staatengemeinschaft ECOWAS rief die Parteien auf, die Unstimmigkeiten friedlich zu lösen. 

Nach einer umstrittenen Wahl im westafrikanischen Benin gab die unabhängige Wahlkommission am Montagmorgen die endgültigen Resultate des Urnengangs bekannt. Amtsinhaber Boni Yayi ist demnach mit rund 53 % der Stimmen als Präsident der Republik Benin wiedergewählt worden. Damit hat er die absolute Mehrheit erreicht und wurde von den Sprechern der Kommission bereits offiziell in seinem Amt bestätigt. Adrien Houngbedji, der als stärkster Kandidat neben Yayi gehandelt wurde, musste sich mit rund 37 % der Wählerstimmen geschlagen geben.

Die Präsidentschaftswahl vom 13. März war im Vorfeld zweimal verschoben worden. Die Opposition hatte der Regierung Manipulation bei der Wählerregistrierung vorgeworfen. Hunderttausende wahlberechtigte Beniner sollen nicht in den offiziellen Wählerregistern aufgeführt gewesen sein.

Auch nach den ersten Hochrechnungen der Wahl zeigte sich die Opposition um Adrien Houngbedji unzufrieden mit dem Verlauf der Abstimmung. Sie warfen Yayi Wahlbetrug vor und kündigten an, das Ergebnis nicht zu akzeptieren. Bereits am vergangenen Dienstag hatte der amtierende Präsident seine Wiederwahl verkündet. Die Opposition versuchte offenbar bis zum Montag den Sprecher der Wahlkommission daran zu hindern, die Ergebnisse offiziell bekanntzugeben.

Die wirtschaftliche Staatengemeinschaft ECOWAS zeigte sich besorgt über die Spannungen zwischen den konkurrierenden Parteien in Benin und forderte die Kandidaten auf, die Ergebnisse zu akzeptieren und die Vorwürfe des Wahlbetrugs im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten zu klären. In einigen Regionen des Landes war es nach der Bekanntgabe der vorläufigen Resultate am Freitag zu Unruhen gekommen. Der Sieg Boni Yayis war zu diesem Zeitpunkt bereits deutlich erkennbar.

Bereits bei den letzten Wahlen in Benin im Jahr 2006 gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Adrien Houngbedji und Boni Yayi. Yayi setzte sich damals im zweiten Wahlgang unerwartet gegen seinen stärksten Gegner um das Präsidentenamt durch. Zentrales Wahlkampfthema Yayis war in dieser Wahl die Bekämpfung der Korruption in Benin. Während seiner Amtszeit war er jedoch mehrmals selbst der Korruption bezichtigt worden. Da er also auch als eher umstrittene Persönlichkeit in Benin gilt, rechneten Experten mit einem weniger deutlichen Ergebnis für diese nun abgeschlossene Wahl um das Amt des Präsidenten in Benin.

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