Sitten und Gebräuche – Zentralafrikanische Republik

SittenGebraeuche.gif Die Bevölkerung in der Zentralafrikanischen Republik ist noch sehr traditionell geprägt, wobei die Menschen im Land das wenige was sie haben sehr offen mit Gästen teilen.

Beim Reisen in der Zentralafrikanischen Republik sollten sie stets die lokalen Sitten und Gebräuche respektieren und sich den Gepflogenheiten nach Möglichkeit anpassen. Etwa 35 Prozent der Bevölkerung der Zentralafrikanischen Republik hängen indigenen Religionsformen an und weitere 15 Prozent (besonders im Norden) sind muslimischen Glaubens.

Der größte Teil der Menschen im Land ist jedoch zumindest nominell christliche. Fünfzig Prozent sind Christen, wobei häufig animistische und christliche Glaubensvorstellungen nebeneinander existieren oder miteinander vermischt werden (Synkretismus).

In den traditionellen, ländlichen Gebieten ist es anzuraten, sich moderat zu kleiden. Lange Kleidung empfiehlt sich aber nicht nur aus Gründen des Respekts, sondern dient zugleich auch zum Schutz vor Mückenstichen, durch die gefährliche Krankheiten übertragen werden (Malaria, Dengue-Fieber, afrikanische Schlafkrankheit, etc.).

Da die Lebenserwartung in der Zentralafrikanischen Republik nur bei etwa 46 Jahren liegt, wird alten Menschen sehr hoher Respekt gezollt. Dorfälteste übernehmen häufig die Funktion eines „Stadtrates“ und schlichten auch Streitfälle innerhalb der Gemeinschaft. Begegnen sie alten Menschen immer respektvoll.

Wenn sie in der Zentralafrikanischen Republik Fotos von Menschen machen wollen, fragen sie vorher um Erlaubnis. Das gilt in besonderem Maße, wenn sie abgelegene Volksgruppen, wie z. B. die Pygmäen in den südwestlichen Regenwaldgebieten, besuchen.

Des Weiteren benötigt man in der Zentralafrikanischen Republik zum Fotografieren und Filmen eine Genehmigung des Informationsministeriums. Aufnahmen des Präsidentenpalastes und der Residenz des Präsidenten in der Hauptstadt Bangui sind strikt verboten. Auch öffentliche Gebäude, wie z. B. der Flughafen, dürfen nicht fotografiert werden.

Viele Menschen in der Zentralafrikanischen Republik sind von den langanhaltenden kriegerischen Auseinandersetzungen traumatisiert. Etliche Menschen haben Familienangehörige verloren, sind aus ihren Dörfern geflüchtet oder wurden Zeugen von Massakern. Vermeiden sie deshalb unbedingt mit Einheimischen über diese Themen zu reden, wenn sie sie nicht sehr gut kennen.

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