Honigwein aus Südafrika

suedafrika1.gifDie Makana Met-Fabrik in der der östlichen Kapprovinz in Südafrika produziert seit über zehn Jahren erfolgreich Honigwein. Höhlenzeichnungen lassen vermuten, dass bereits die San vor bis zu 25.000 Jahren im südlichen Afrika Met gekannt haben. Die jetzige Met-Produktion hat bereits viele Arbeitsplätze in der Region geschaffen und die Bienen leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität in der Gegend.

Bei dem Wort „Met“ denken die meisten Menschen zunächst einmal an das frühe Mittelalter und Met-trinkende Germanen. Dabei kannten auch schon die alten Ägypter und die äthiopischen Könige – in Äthiopien ist Met heute noch als Tej verbreitet – den Met, der häufig auch als Honigwein bezeichnet wird. Höhlenzeichnungen deuten darauf hin, dass auch die San im südlichen Afrika vor bis zu 25.000 Jahren bereits iQhilika (isiXhosa für „Met“) getrunken haben könnten.

Im Jahr 2000 hat der Biotechnologe Garth Cambray zusammen mit seinem Arbeitskollegen Winston Leukes und dem Imker Vuyani Ntantiso in dem kleinen Städtchen Grahamstown in der östlichen Kapprovinz die Makana Met-Fabrik gegründet. Seit nunmehr elf Jahren wird dort erfolgreich Met aus dem Honig der Kapbiene (apis mellifera capensis) hergestellt.

Begonnen hat das Unternehmen vor elf Jahren mit 15 Mitarbeitern und der Idee die alten Rezepte zur Herstellung von iQhilika mit moderner Herstellungstechnik zu verbinden. Mittlerweile trägt die Makana Met-Fabrik einen wesentlichen Teil zur Verringerung der Arbeitslosigkeit, zur Nachhaltigkeit und zur Erhaltung der Biodiversität in der Region bei.

400 Menschen wurden von dem Unternehmen zu Imkern ausgebildet, die nun unabhängig mit der im südlichen Südafrika heimischen Kapbiene Honig produzieren, den sie auf den lokalen Märkten verkaufen – alle Überschüsse werden von der Met-Fabrik aufgekauft. Die Bienen produzieren nicht nur Honig und schaffen Arbeitsplätze, sondern sie leisten auch noch einen wichtigen Beitrag bei der Bestäubung von (Nutz-)Pflanzen in der Region und ihre Haltung benötigt nur wenig Fläche.

Die Makana Met-Fabrik produziert jährlich bis zu 15.000 Flaschen Honigwein, der hauptsächlich in der Region verkauft wird. Ist die Nachfrage dort zu gering, wird der Makana-Met exportiert, zu einem Großteil in die USA. Außer Honigwein produziert das Unternehmen auch Essig auf Metbasis, Honigmet-Senf, klassischen Honig und auf Honig basierende Marmeladen.

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