Südafrika will in Burundis Wirtschaft investieren

burundi.gifSüdafrika möchte stärker in die Wirtschaft Burundis investieren. Besonders der Tourismus-, Energie-, und Infrastruktursektor sollen gefördert werden. Burundis Wirtschaft leidet noch immer enorm unter den Folgen eines zwei Jahrzehnte währenden Bürgerkriegs, der erst 2009 einem fragilen Frieden Platz gemacht hat.

Der südafrikanische Präsident Jacob Zuma, der sich momentan auf einem mehrtägigen Besuch in Burundi befindet, hat heute bekannt gegeben, dass Südafrika in den Tourismus-, Energie- und Infrastruktursektor des zentralafrikanischen Landes investieren will. Burundis Wirtschaft tut sich schwer, seit dem zwei Jahrzehnte währenden Bürgerkrieg, der erst 2009 einem fragilen Frieden gewichen ist, wieder in Fahrt zu kommen.

Südafrika, das die größte Volkswirtschaft auf dem afrikanischen Kontinent ist, einigte sich mit dem kleinen Binnenland auf ein Wirtschaftsabkommen und Präsident Jacob Zuma beteuerte, dass viele südafrikanische Unternehmen auch Interesse daran haben, in den Finanz-, Transport- und Landwirtschaftssektor zu investieren.

Die für die Bereiche Handel und Industrie zuständigen Behörden beider Länder wurden angewiesen, einen Aktionsplan zu erarbeiten, der die Zusammenarbeit der Staaten konkretisiert. Investitionen sollen deutlich gefördert und das Handelsvolumen kontinuierlich gesteigert werden, so Zuma auf einem südafrikanisch-burundischen Wirtschaftstreffen.

Burundis Investitionsförderungsgesellschaft teilte mit, dass die privaten Investitionen von Südafrikanern in dem Land sich 2010 bereits auf insgesamt 209,7 Millionen US-Dollar belaufen haben. Diese positive Entwicklung ist zu einem großen Teil auf eine Reihe von Reformen zurückzuführen, die das kriegszerstörte Land zur Verbesserung des Investitionsklimas durchgeführt hat.

Jacob Zuma hatte wiederholt als Mediator zur Schlichtung des Bürgerkriegs in dem acht Millionen Einwohner zählenden Land fungiert. Erst als sich 2009 die Hutu-Rebellen der Nationalen Befreiungsarmee (FNL) der Regierung anschlossen, kam der Bürgerkrieg, der über zwei Jahrzehnte angedauert hatte und 300.000 Menschenleben gefordert hatte, zu einem Ende.

In den vergangenen Monaten haben jedoch Angriffe auf Zivilisten und Soldaten wieder deutlich zugenommen, weshalb die Furcht vor einem erneuten Ausbruch des Bürgerkriegs wieder zunimmt. Ein Zusammenschluss aus Oppositionsparteien hat den südafrikanischen Präsidenten deshalb dazu aufgefordert, während seines Besuches in dem Land den burundischen Präsidenten, Pierre Nkurunziza, dazu zu bewegen, Gespräche mit der Opposition aufzunehmen, deren Anführer teilweise ins Exil geflüchtet sind.

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