Äthiopien: Karlheinz Böhm mit Denkmal geehrt

aethiopien.gif Karlheinz Böhm, dem Begründer der Stiftung Menschen für Menschen, wurde in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba ein Denkmal gesetzt. Mit einer überlebensgroßen Statue des Schauspielers bedanken sich die Äthiopier für das große Engagement, mit dem Karlheinz Böhm seit 30 Jahren erfolgreich Hilfe zur Selbsthilfe praktiziert.

Drei Jahrzehnte ist es nun her, dass Karlheinz Böhm in Äthiopien die Stiftung Menschen für Menschen gründete. Erst im Mai feierte die Hilfsorganisation ihr großes Jubiläum. Nun wurde Karlheinz Böhm in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba ein Denkmal gesetzt, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Auf dem nach ihm benannten „Karl Square“ im Diplomatenviertel der Stadt wurde in der vergangenen Woche eine überlebensgroße Skulptur des Schauspielers enthüllt. So sagt Äthiopien danke zu einem Mann, der in den letzten 30 Jahren viel bewegt hat in einem der ärmsten Länder der Welt. Finanziert wurde die Statue unter anderem mit Hilfe der äthiopischen Bevölkerung, die Böhm durch seine umfassenden Projekte in den vergangenen Jahren unterstützt hat.

Die Idee, die Menschen in weniger privilegierten Regionen der Welt durch Projekte in den verschiedensten Bereichen zu unterstützen, kam dem heute 83-jährigen im Rahmen einer Wette bei der beliebten Samstagabendshow „Wetten, dass…?“. Am 16. Mai 1981 wettete Karlheinz Böhm gegen den Showmaster Frank Elstner, dass mindestens jeder dritte Zuschauer einen kleinen Betrag für die Menschen in der sogenannten Dritten Welt spenden würde. Zwar verlor Karlheinz Böhm diese Wette, die Idee der Hilfsorganisation Menschen für Menschen war jedoch geboren.

Seither hat die Hilfsorganisation in Teilen Äthiopiens wirklich großartiges geleistet. Das Konzept der von Karlheinz Böhm gegründeten Stiftung zielt auf eine ganzheitliche Unterstützung der Menschen in Äthiopien ab. Neben Bildung und Gesundheit wurden durch die Initiative unter anderem auch Maßnahmen verwirklicht, die die landwirtschaftliche Produktion und damit die Nahrungsmittelsicherheit verbessern sollen. Es soll Hilfe zur Selbsthilfe sein, keine Almosen, das betont der ehemalige Schauspieler immer wieder.

Und dieses Konzept scheint aufzugehen. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Hilfsorganisationen weltweit, die das eigentliche Ziel ihrer Arbeit mit der Zeit vergessen zu haben scheinen, freut sich Karlheinz Böhm, wenn er seine Stiftung aus etablierten Projekten zurückziehen und die Menschen vor Ort diese aus eigener Kraft fortsetzen können. Entwicklungshilfe ist dann erfolgreich, wenn sie überflüssig wird. Karlheinz Böhm gehört zu den Menschen, der diesen Grundsatz offenbar noch nicht vergessen hat.

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