Kenianer gewinnt New York Marathon

kenia.gifDer Kenianer Geoffrey Mutai ist den hügeligen New York Marathon in 2:05:06 Stunden gelaufen und hat damit einen neuen Streckenrekord aufgestellt. Im insgesamt sehr schnellen Spitzenfeld war er aber nicht der einzige, der den bisherigen Rekord gebrochen hat: Auch dem Zweit- und dem Drittplatzierten gelang es unter der aus dem Jahr 2001 stammenden Zeit von 2:07:42 Stunden zu bleiben.

Der kenianische Langstreckenläufer Geoffrey Mutai hat den weltberühmten New York Marathon gewonnen und zugleich einen neuen Streckenrekord aufgestellt. Der 30 Jahre alte Kenianer lief die hügelige Strecke, die zu den anspruchsvollsten Stadtmarathonstrecken zählt, in 2 Stunden 5 Minuten und 6 Sekunden. Damit brach er deutlich den bisherigen Streckenrekord von 2:07:42 Stunden, der vor zehn Jahren vom Äthiopier Tesfaye Jifar aufgestellt worden war.

Mutai war allerdings nicht der einzige Läufer, der diese Zeit unterschritt. Gleich zwei weitere Läufer unterboten die Bestzeit und sicherten sich dafür jeweils einen Boni von 70.000 US-Dollar. Der 27-jährige Emmanuel Mutai, ebenfalls aus Kenia (aber nicht verwandt), wurde Zweiter mit 2:06:28 Stunden vor dem Äthiopier Tsegaye Kebede (24), der nach 2:07:14 Stunden als Dritter ins Ziel einlief.

Ein neuer Rekord sind auch die 47.438 Läufer, die am Marathon teilgenommen haben. Geoffrey Mutai, der keinen Trainer hat, sondern sich selbst trainiert, sagte nach dem Rennen, er habe selbst nicht erwartet, mit solch einer Zeit zu gewinnen. Für diese enorme Leistung erhielt er die Preissumme von 200.000 US-Dollar. Sein Landsmann Emmanuel Mutai gewann zwar nicht den Marathon, aber dafür die World Marathon Majors, die mit 500.000 US-dollar dotiert sind. Ausschlaggebend dafür waren seine konstant hohen Leistungen in den vergangenen zwei Jahren.

Auch New York hat wieder deutlich gemacht: Die Kenianer sind derzeit nicht zu stoppen. Sowohl in Boston, als auch in London, Chicago und jetzt in New York, haben dieses Jahr Kenianer die bisherigen Streckenrekorde – zum Teil sehr deutlich – gebrochen. Zuletzt hat in Berlin der Kenianer Patrick Makau den Weltrekord der Männer auf 2:03:38 Stunden verbessert.

Schneller war bisher nur Einer: Der jetzige Sieger Geoffrey Mutai lief beim Marathon in Boston die Rekordzeit von 2:03:02 Stunden. Die Zeit wurde jedoch nicht als Weltrekord anerkannt, da die Strecke in Boston als zu abschüssig und geradlinig angesehen wird. Schneller als jeder Andere zu laufen, dafür aber keinen Rekord anerkannt zu bekommen, das deprimierte und ermutigte den Kenianer zugleich. Diese beiden Gefühle hätten ihn während des Trainings im abgelegenen Westen Kenias während der letzten Monate ständig begleitet, sagte Mutai nach dem Rennen sichtlich glücklich.

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