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Libysche Rebellen zu Gesprächen im Weißen Haus

Geschrieben von Lukas Niemeyer   
Samstag, 14. Mai 2011

Eine Delegation der libyschen Rebellen hat sich am Freitag mit offiziellen Vertretern der US-Regierung im Weißen Haus getroffen. Nach den Gesprächen teilten der Nationale Sicherheitsberater der USA, Tom Donilon, und der stellvertretende Führer des Nationalen Übergangsrates in Libyen, Mahmoud Jibril, der Öffentlichkeit mit, dass die USA den Übergangsrat als „legitimen und glaubwürdigen Verhandlungspartner des libyschen Volkes“ anerkennen.

Die USA haben mit diesem Schritt, genauso wie Großbritannien, zwar ihre Unterstützung für die Rebellen unterstrichen, sind aber dennoch davor zurückgeschreckt, den Nationalen Übergangsrat als legitime Regierung des nordafrikanischen Landes anzuerkennen – ein Schritt den Frankreich, Italien und Katar bereits vollzogen haben. Großbritannien und die USA halten diesen Schritt für übereilt, da sie die Meinung vertreten, dass das libysche Volk über seine Regierung entscheiden müsse und nicht fremde Mächte.

Im Rahmen des UN-Mandats zum Schutz der Zivilbevölkerung bombardieren noch immer einige NATO-Partner, darunter die USA, Großbritannien und Frankreich, Ziele in Libyen. Die Luftschläge dienen der Unterstützung der Rebellen am Boden, die gegen den seit 41 Jahren regierenden Machthaber Muammar Gaddafi und seine Truppen kämpfen. Trotz der internationalen Hilfe gelingt es den Aufständischen nicht, Boden gut zu machen. Derweil versucht Gaddafi, der sich an die Macht klammert, durch flammende Hetzreden die Bevölkerung auf seine Seite zu ziehen.

Nachdem die NATO am Donnerstag Gaddafis Bab al-Aziziyah Anwesen in Tripoli unter Beschuss genommen hatte, veröffentlichte der Machthaber am Freitag eine an die NATO gerichtete Audiobotschaft. „Ich sage den memmenhaften Kreuzrittern (NATO), dass ich an einem Ort leben, den sie nicht finden und an dem sie mich nicht töten können“, so die Stimme auf dem Band, welche Gaddafi zugeordnet wird.

Weiter verkündete der Diktator, dass er in den Herzen von Millionen lebe und daher unsterblich sei. Unsterblichkeit gebühre Märtyrern, so Gaddafi weiter, während Tot, Schmach und Schande für die verräterischen Rebellen und ihre feigen Meister übrig bleibe.

 




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