Swasilands König auf Prinz Williams Gästeliste

swasiland.gif König Mswati III, einer der letzten absoluten Monarchen der Welt, steht auf der Gästeliste für die Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton am kommenden Freitag. Der König von Swasiland ist bekannt für seinen extravaganten Lebensstil, während die Mehrheit der Bevölkerung des Landes unter äußerster Armut leidet. Erst vor Kurzem hatte der Monarch außerdem Demokratiebewegungen in Swasiland gewaltsam unterbinden lassen. Menschenrechtsaktivisten haben Proteste gegen die Einladung des Königs angekündigt.

Die Gästeliste der Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton sorgt derzeit für einiges Aufsehen. Zu den umstrittenen Gästen zählt auch der König von Swaziland. König Mswati III regiert die kleine Enklave in Südafrika als eine der weltweit letzten absoluten Monarchien. Die Mehrheit seiner Untertanen lebt unterhalb des Existenzminimums, während der König selbst auf keinen Komfort verzichtet. Mittlerweile hat er 13 Frauen geehelicht, die ebenfalls ein Leben im Luxus führen. Rund 5 Prozent des BIP von Swaziland soll König Mswati jedes Jahr für den extravaganten Lebensstil von sich und seiner Familie beanspruchen.

Zur Hochzeit in London wird der König von Swasiland mit einem 50-köpfigen Gefolge anreisen. Nächtigen wird er im Dorchester Hotel, einer der teuersten Unterkünfte in ganz London. Bezahlen wird der Monarch seinen Aufenthalt mit den Steuergeldern seiner verarmten Bevölkerung. Diese weiß jedoch bisher nichts von der Einladung aus London, also auch nichts von den Kosten, die diese mit sich bringt. Denn Informationen über den König an die Bevölkerung werden ausschließlich auf dessen persönlichen Befehl hin herausgegeben. So wird sich König Mswati III wohl bereits in Europa aufhalten, wenn die Swasiländer von der kostspieligen Hochzeitseinladung des britischen Prinzen erfahren.

Doch nicht nur der verschwenderische Umgang des Monarchen mit den Geldern seiner armen Untertanen sorgt für Kritik an der royalen Einladung aus London. Erst vor etwa zwei Wochen hat der König von Swasiland die Demokratiebewegung in seinem Land gewaltsam stoppen lassen. Unter anderem wurde eine Massenveranstaltung in der Stadt Manzini wurde mit Tränengas und Wasserwerfern gesprengt. Über hundert Menschen wurden von den Sicherheitskräften verhaftet, darunter auch drei ausländische Journalisten.

Menschenrechtler und Exilanten aus dem südlichen Afrika haben angekündigt, vor dem Dorchester Hotel in London eine Protestaktion gegen den König von Swasiland zu starten, um ihren Unmut über die Einladung des Monarchen zur Hochzeit von William und Kate öffentlich zu machen.

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