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La Reunion

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Ungefähr 800km östlich von Madagaskar liegt La Reunion, eine Insel im indischen Ozean, die französisches Überseegebiet ist. Da die Insel zu Frankreich gehört ist die Amtssprache dort Französisch und die Währung ist der Euro. Aufgrund der Lage von La Reunion in der Zeitzone MEZ +3 war die Insel am 1.1.2002 der erste Ort auf der Welt, an dem man offiziell mit dem Euro bezahlen konnte. Da La Reunion zur EU gehört ist die Einreise für EU-Bürger besonders einfach. Außerdem muss man nicht mit einem Jetlag rechnen, da La Reunion nur zwei Zeitzonen weiter östlich von der deutschen Zeit liegt. Auch nach gesundheitlichen Aspekten ist La Reunion vorne mit dabei. Es gelten die gleichen Impfbestimmungen wie für Frankreich.

Geographisch gehört La Reunion zusammen mit Mauritius zu den Masakarenen, einer Inselkette mit vulkanischem Ursprung. Auch heute gibt es auf La Reunion noch einen aktiven Vulkan, den Piton de la Fournaise, der aber ungefährlich ist. Die höchste Erhebung der Insel ist der erloschene Vulkan Piton des Neiges mit 3069m.

Auf La Reunion herrscht tropisches Klima. Die Regenzeit ist von Dezember bis März, von mai bis Oktober ist das Wetter warm, aber nicht schwül. Die abwechslungsreiche Landschaft von La Reunion besteht aus herrlichen Stränden, dichtem Tropenwald, Vulkanlandschaften und Bergen mit alpinischen Verhältnissen. Besonders sehenswert ist zum Beispiel der Vulkan Piton de la Fournaise. Man kann auf La Reunion demnach nach Herzenslust Klettern, Wandern, Baden, Tauchen und anderen Wassersport betreiben. Eine Rundreise auf der Insel, mit wechselnden Unterkünften kann ebenfalls sehr spannend und interessant sein. Wer es aufregend mag, kann auch die Angebote für Abenteuer- und Extremsportarten nutzen. Dazu gehören Paragliding, Rafting, Mountainbiking und Fliegen mit einem Ultraleichtflugzeug. Das kulinarische Angebot auf La Reunion soll außerdem auch ein echter Tipp für Genießer sein.

Auch die Bevölkerung und ihre Geschichte von La Reunion ist interessant. Aus Frankreich, Madagaskar und OstAfrika kamen seit dem 17.Jahrhundert Kolonisten, aber auch Sklaven nach La Reunion. Ihre Nachkommen werden heute als Kreolen bezeichnet und leben äußerst friedlich zusammen.

 

La Reunion – Geschichte

Die Geschichte von La Reunion ist noch nicht sonderlich alt, aber dafür recht interessant und spannend. Schon im 10.Jahrhunderg war la Reunion unter arabischen Seefahrern bekannt. Damals wurde die Insel noch diva maghrebin („Westinsel“) genannt. Erstmals im Jahr 1502 taucht La Reunion, diesmal unter dem Namen Dina Maragabim, auf einer europäischen Karte von Alberto Cantino, einer Kopie einer arabischen Seekarte, auf.

Nun wurde La Reunion noch von einigen anderen Seefahrern „entdeckt“. Pedor de Mascarenhas nannte die Insel 1512 „Santa Apollonia“. Nach ihm wurde später die Inselkette Maskarenen benannt. Der englische Freibeuter Blackwell betrat die Insel 1613 und nannte sie „England’s Forest“. 1638 wurden die Maskarenen, zu denen La Reunion und Mauritius gehören, erstmals von Frankreich beansprucht. Von den Franzosen bekam die Insel nach der französischen Revolution auch ihren endgültigen Namen La Réunion („Die Zusammenkunft“).

Die ersten Europäer, die sich auf La Reunion (zwangsweise) nieder ließen, waren zwölf Meuterer. Als man sie nach drei Jahren wieder abholen wollte, kehrten einige Berichten zufolge nur widerwillig zurück. 1663 wurde la Reunion dann von den Franzosen besetzt und endgültig zu einer Kolonie Frankreichs. Eugène de Flacourt kam auf die Insel gab ihr den Namen Île Bourbon, „Bourbonen-Insel“. Sie war die erste Niederlassung Frankreichs im indischen Ozean.

Zusätzlich zu den Kolonisten kamen nun auch Sklaven aus Madagaskar und Ostafrika auf die Insel. Nach der Gründung der ostindischen Handelskompanie diente die Insel zum Gewürz- Kaffe und Zuckerrohrhandel. Ein damals zwölfjähriger Sklave entdeckte 1841 übrigens die Bourbon-Vanille. Er fand heraus wie man die Orchidee künstlich bestäuben kann und machte somit einen Anbau durch den Menschen möglich.

Seit der Abschaffung der Sklaverei wurde sich bemüht, die ehemaligen Sklaven in die Gesellschaft einzugliedern. La Reunion hat seitdem einige wirtschaftliche Umbrüche und eine starke Entwicklung hinter sich. Heute ist La Reunion ein Überseegebiet von Frankreich und exportiert Zuckerrohr, Vanille und anderes in andere Länder. Die Bevölkerung lebt harmonisch und friedlich zusammen und die Insel ist gleichberechtigt zu einem kontinentalfranzösischen Verwaltungsbezirk. La Reunion entsendet zum Beispiel fünf Abgeordnete für die Nationalversammlung sowie drei Senatoren nach Paris.

 

 
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