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DR Kongo: Heftige Gefechte im Osten des Landes

Geschrieben von Lukas Niemeyer   
Freitag, 16. November 2012

Seit Mitte der Woche kommt es im Osten der Demokratischen Republik Kongo zu heftigen Gefechten zwischen Regierungstruppen und Mitgliedern der Rebellenorganisation M23. Seit Donnerstag sollen bis zu 150 Kämpfer der Rebellen und auch ein hochrangiger Offizier des Militärs getötet worden sein. Bestätigte Angaben über die Zahl der Opfer liegen aus der Region jedoch nicht vor.

Julien Paluku, der Gouverneur der Grenzregion Nordkivu, bestätigte, dass es in der Nähe der Provinzhauptstadt Goma zu Gefechten gekommen ist. Entgegen der Mitteilung der Rebellen, dass sie kurz vor der Einnahme der Stadt stünden, betonte Paluku, dass die Stadt nicht in die Hand der Aufständischen fallen werde.

Seit April, als ein Teil der staatlichen Armee gemeutert und die Seiten gewechselt hat, sind fast 500.000 Menschen aus der Region geflohen. Auch die jüngsten Kämpfe haben wieder tausende Zivilisten zur Flucht bewogen. In dem Gebiet um das Dorf Kibumba, 30 Kilometer nördlich von Goma, sollen die Kämpfe besonders schwer gewesen sein.

Die rohstoffreiche Region im Osten des weitläufigen Kongo entzieht sich nahezu vollständig der Kontrolle der Regierung und wird von einer Vielzahl Warlords und Rebellenorganisationen kontrolliert. Ein Ausschuss der Vereinten Nationen hat den direkt angrenzenden Nachbarländern Ruanda und Uganda vergangenen Monat vorgeworfen, die Rebellengruppe M23 mit Waffen zu unterstützen, um sich mehr Einfluss über die Rohstoffe in dem Gebiet zu sichern.

Beide Staaten haben die Vorwürfe vehement zurückgewiesen. Aufgrund der Kämpfe hat Uganda am Dienstag den Grenzübergang in Bunagana geschlossen. Der Schließung vorausgegangen war der Vorwurf der kongolesischen Regierung, dass die Mitglieder der M23 ihre Operationen durch die illegale Erhebung von Einreisegeldern finanziert.

Ein Teil der erschossenen Rebellen soll unbestätigten Berichten zufolge ruandische Uniformen getragen haben. Sowohl die Vereinten Nationen als auch die USA haben gegen den Anführer der Gruppe, Sultani Makenga, ein Reiseverbot verhängt und sein Vermögen eingefroren. Die UN versucht seit Jahren mit Soldaten in der Region die Zivilbevölkerung zu beschützen und den Einfluss der Zentralregierung wiederherzustellen.

 

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