Sudan-Referendum war geordnet und friedvoll

sudan1.gifNationale wie internationale Beobachter des Volksentscheides im Südsudan bestätigen einen fairen, geordneten und größtenteils friedlichen Verlauf des einwöchigen Urnengangs. Das Ergebnis des Referendums wird zwar erst Anfang Februar erwartet, dass es zu einer Abspaltung des Südsudan vom Norden kommen wird gilt jedoch bereits als sicher.

Der Ablauf des Volksentscheids im Südsudan über eine Abspaltung vom Norden des Landes wird von Beobachtern durchweg positiv beurteilt. Sowohl die nationale Kommission, die für das Referendum eingerichtet wurde, als auch internationale Organisationen bestätigen, dass es sich um eine faire, transparente und insgesamt friedvolle Abstimmung handelte. Im Vorfeld des Referendums wurden Unruhen und Krawalle erwartet. Einige Experten befürchteten sogar einen erneuten Ausbruch des Bürgerkrieges im Sudan. Umso erfreulicher ist nun die Nachricht über den entspannten Verlauf des einwöchigen Urnengangs vom 9. bis 15. Januar dieses Jahres.

Der Generalsekretär der Referendums-Kommission, Benjamin Mpaka, erklärte gestern in einer Versammlung, dass er zu Beginn seiner Arbeit vor rund drei Monaten selbst nicht mit einem derart reibungslosen Ablauf gerechnet hatte. Einen großen Beitrag dazu hat laut Mpaka die gute Vorbereitung für den Volksentscheid geleistet. Berichte von Beobachtern der Wahl bestätigten, dass die Wahllokale pünktlich öffneten, die Wahlverfahren eingehalten wurden und auch die Auszählung der Stimmen in Anwesenheit von Beobachtern erfolgte. Hinweise auf Manipulationsversuche sind nicht eingegangen.

Auch die Vereinten Nationen bezeichneten das Referendum über die Zukunft des Sudan als weitgehend friedlich und geordnet. Trotz großer Erleichterung sollte allerdings die Problemregion Abyei nicht in Vergessenheit geraten. An der Grenze zwischen Südsudan und dem Norden kamen bei Auseinandersetzungen während des Referendums mehrere Dutzend Menschen ums Leben. Der Leiter der UN-Mission im Sudan befürchtet in dieser Region auch in den kommenden Monaten Unruhen.

Einigkeit herrscht ebenfalls darüber, dass in den kommenden sechs Monaten Klarheit über einige noch ausstehende Themen erlangt werden muss, um die friedvolle Stimmung im Sudan aufrechtzuerhalten. Dazu gehört unter anderem eine Einigung darüber, zu welchem Teil des Sudan die Region Abyei im Falle einer Teilung des Landes gehören wird. Dass es zu einer Abspaltung des Südsudan vom Norden kommen wird, gilt bereits als gesichert. Die offiziellen Ergebnisse des Referendums werden am 7. Februar erwartet. Erste Zahlen sollen am 2. Februar veröffentlicht werden.

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