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Liberia: Waffenlager an Grenze zur Elfenbeinküste ausgehoben

Geschrieben von Lukas Niemeyer   
Freitag, 17. Juni 2011

Ein großer Waffenfund in der im Osten Liberias gelegenen Region Grand Gedeh, die direkt an die Elfenbeinküste grenzt, versetzt die neue Führung der Elfenbeinküste in Sorge. Die liberianische Polizei hat in nahe der Grenze ein Waffenlager entdeckt, das vermutlich von liberianischen Söldnern angelegt wurde. Sichergestellt wurden dort 67 AK-47 Sturmgewehre, zahlreiche Maschinengewehre, drei raketengesteuerte Panzerabwehrgeschosse, etliche Flugabwehrraketen und weit über tausend Schuss Munition.

Nach den Wahlen in der Elfenbeinküste im November 2010 kam es in dem westafrikanischen Land zu gewaltsamen Unruhen, da der unterlegene Laurent Gbagbo sich weigerte, sein Amt an den gewählten Nachfolger Alassane Ouattara abzugeben. Erst im Mai diesen Jahres konnte Ouattara sein Amt offiziell antreten, nachdem Gbagbo mit der Hilfe der Vereinten Nationen und französischen Soldaten festgenommen worden war.


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Liberianische Söldner sollen während den gewaltsamen Auseinandersetzungen auf beiden Seiten gekämpft und den Konflikt dadurch zusätzlich angeheizt haben. Sowohl Liberia als auch die Elfenbeinküste fürchten, dass Söldner, die für den abgesetzten Machthaber Gbagbo gekämpft haben, wieder in das Land zurückkehren und die ohnehin gespannte Lage in der Elfenbeinküste weiter eskalieren könnten – der Waffenfund in der Grenzregion untermauert diese Befürchtung.

Laut Auskünften der liberianischen Sicherheitskräfte sind derzeit 92 ivorische Flüchtlinge in Gewahrsam und werden zu dem Waffenfund befragt. Viele der Söldner sind nach dem Sturz Gbagbos wieder über die Grenze geflohen und sollen sich noch immer in der Grand Gedeh Region aufhalten. Zu Beginn der Woche hatte die Polizei des kleinen westafrikanischen Landes bekannt gegeben, dass sie einen der Kommandeure der Söldner festgenommen habe.

Dem unter dem Decknamen „Bob Marley“ bekannten Söldner wird von den Vereinten Nationen und der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch vorgeworfen, die Tötung von Zivilisten angeordnet zu haben, während er in den Diensten von Laurent Gbagbo stand. Die neue ivorische Regierung hat angekündigt, eine nationale Kommission zur Untersuchung der begangenen Verbrechen während des mehrmonatigen Machtkampfs einzuberufen.

 

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