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Ägypten: Mubaraks Zustand kritisch

Geschrieben von Eva Kauke   
Mittwoch, 20. Juni 2012

Der ehemalige Präsident Ägyptens, Hosni Mubarak, liegt seit Dienstagabend im Koma. Nachdem der 84-jährige in der Nacht auf Mittwoch bereits für klinisch tot erklärt wurde, soll er inzwischen nicht mehr an lebenserhaltende Geräte angeschlossen sein, wie es aus Sicherheitskreisen in Ägypten heißt. Mubarak war aus der Gefängnisklinik in Tora in ein Militärkrankenhaus in der Hauptstadt Kairo überführt worden. Dort sollen fünfzehn Ärzte damit beauftragt sein, über den Zustand des Ex-Diktators zu wachen. Über die tatsächlichen Ereignisse am Dienstagabend gibt es in den Medien unterschiedliche Berichterstattungen. Ob Mubarak einen Herzinfarkt oder einen Hirnschlag erlitten hat, oder sogar gleich eine Serie von Schlaganfällen, scheint noch nicht gänzlich geklärt zu sein. Je nach Informationsquelle unterschieden sich hier die Erkenntnisse. Sicher zu sein scheint jedoch, dass Mubaraks Gesundheitszustand sich nochmals drastisch verschlechtert hat. Wie lebensbedrohlich sein Zustand tatsächlich ist, bleibt derweil Gegenstand von Spekulationen.

Mubarak war erst Anfang Juni zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Während der Revolution in Ägypten, die im Februar 2012 mit dem Sturz des Diktators endete, der fast 30 Jahre lang in dem Land geherrscht hatte, waren über 850 Demonstranten getötet worden. Verurteilt wurde Mubarak aufgrund seiner Mitverantwortung an diesen Ereignissen. In Ägypten wird die Nachricht über den kritischen Gesundheitszustand Mubaraks zum Teil mit großer Skepsis aufgenommen. Auch am Mittwoch hatten sich auf dem Tahrir-Platz in Kairo wieder zehntausende Menschen versammelt, um gegen den Militärrat zu protestieren, der vor wenigen Tagen das Parlament aufgelöst und sich einen Großteil dessen Machtbefugnis angeeignet hat. Einige der Demonstranten äußerten die Vermutung, der Militärrat wolle Mubarak durch Berufung auf dessen Zustand lediglich vor dem Gefängnis bewahren.

Während noch über Mubaraks tatsächlichen Gesundheitszustand spekuliert wird, zieht sich die Bekanntgabe von dessen Nachfolger weiter hinaus. Die Ergebnisse der Präsidentschaftswahl vom vergangenen Wochenende hätten planmäßig am Donnerstag verkündet werden sollen. Da es jedoch zahlreiche Einsprüche gegen den Verlauf der Wahl gegeben hat, wird dieser Termin laut der Wahlkommission wohl verschoben werden müssen.

 

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