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Sambia: Masterplan zur Armutsbekämpfung

Geschrieben von Eva Kauke   
Mittwoch, 15. Juni 2011

Innerhalb von fünf Jahren will der Präsident von Sambia die Armut in seinem Land drastisch reduzieren. Bis 2016 sollen die Millenniumsentwicklungsziele der Vereinten Nationen in Sambia erreicht sein, so der ehrgeizige Plan von Präsident Rupiah Banda. Um die Maßnahmen zur Armutsbekämpfung strategisch umzusetzen, hat Banda einen Masterplan entwickelt. Die sieben Punkte, die darin enthalten sind, sollen in den kommenden fünf Jahren implementiert werden. Die Umsetzung des Plans soll bis 2016 zu einer drastischen Senkung der Armut in Sambia führen.

Bandas Masterplan ist zwar ehrgeizig, aber dennoch kein Hexenwerk. Er will die wirtschaftliche Entwicklung in seinem Land vorantreiben, die Korruption bekämpfen, die Infrastruktur ausbauen und den Bildungs- und den Gesundheitssektor verbessern. Die Entwicklung und nicht zuletzt die Veröffentlichung des Masterplans zur Armutsbekämpfung in der Times of Zambia, einer der größten Zeitungen des Landes, ist Teil des Wahlkampfes um das Amt des Präsidenten in Sambia.

Mit dem Plan nimmt Banda seinen Konkurrenten den Wind aus den Segeln. So sehen das zumindest seine Anhänger. Denn was kann die Opposition noch anbieten, um die Wähler zu überzeugen. Mit dem Masterplan hat Banda sämtliche Aspekte abgedeckt, mit der die Bevölkerung des Landes zu kämpfen hat. Essen für alle, mehr Schulen, mehr Krankenhäuser, Investitionen in die wirtschaftliche Entwicklung, alles in allem eine schier endlose Liste an Verbesserungen, gegen die die Sambier zunächst nichts einwenden können. Wer will nicht, dass die Armut reduziert und der Lebensstandard verbessert wird? Nur umgesetzt werden muss der Plan für ein Sambia ohne Armut noch – auch nach der Wahl.

Experten schätzen die Chancen Bandas bei der Präsidentschaftswahl in Sambia dieses Jahr als sehr hoch ein. Der Politiker ist in der sambischen Bevölkerung sehr beliebt, nicht zuletzt aufgrund seiner Initiativen zur Armutsbekämpfung und für wirtschaftlichen Fortschritt. Phineas Bbaala, Doktor an der Universität von Lusaka, erklärte in einem Interview in der Times of Zambia, die Wähler würden sich bei der kommenden Wahl verstärkt auf die Ziele der Politiker fokussieren und weniger auf ethnische Zugehörigkeit. Bleibt zu hoffen, dass sich der Masterplan von Banda als mehr als ein Instrument zur Wählergewinnung erweisen wird.

 




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