Betrachtet man die Demokratische Republik Kongo auf Landkarten, so fällt als Erstes seine enorme Größe auf. Der Kongo ist mit 2.344.858 km² der drittgrößte Staat in Afrika und fast siebenmal so groß wie Deutschland. 60 Prozent der Landesoberfläche sind von einem dichten Regenwald bewachsen.
Außerdem ist die Demokratische Republik Kongo mit Bodenschätzen gesgnet. Dazu zählen zum einen Kupfer, Eisen und Uran im Kongo. Außerdem Gold, Diamanten und Kobalt. Das sind nur einige der Rohstoffe des Kongo. Aber das Gold im Kongo und die anderen Rohstoffe sind nicht nur ein Segen, sondern gleichzeitig auch der Fluch des Lands.
Seit Jahren tobt ein erbitterter Bürgerkrieg im Kongo, der sich um Macht über diese Rohstoffe dreht. Dabei kommen auch Kindersoldaten im Kongo zum Einsatz und die Rebellen im Kongo gehen mit erbarmungsloser Härte auch gegen die Zivilbevölkerung vor. Auch die UN Blauhelme und Truppen der Afrikanischen Union sind im Kongo im Einsatz, konnten mit ihrer geringen Truppenstärke bisher aber keinen Frieden in den umkämpften Ost-Kongo bringen.
250 verschiedene Volksgruppen leben im Kongo. Die Wichtigsten sind: Luba, Mongo, Asande und Kongo. Experten gehen davon aus, dass es über 200 verschiedene Sprachen gibt, die im Kongo gesprochen werden. Die Amtssprache ist Französisch, doch daneben werden noch vier weitere Sprachen anerkannt: Lingala, Kingwana, Kikongo und Tshiluba.
Genauso unterschiedlich wie die Sprachen des Kongo sind auch die Religionen der Einwohner. Viele sind römisch-katholisch, andere sind protestantisch erzogen, doch eine immer größer werdende Zahl wendet sich langsam wieder den Naturreligionen zu. Überall in der Welt bekannt sind die geschnitzten Holzmasken, die die Götter dieser erdverbundenen Religion darstellen. Diese berühmten Masken werden überall in der Welt geschätzt und erzielen unter Kennern und Liebhabern zum Teil hohe Preise.
Der Kongo ist ein einzigartiges Land und für unerschrockene Abenteurer ein ideales Ziel. Er überzeugt durch seine exotische Kultur und die Mannigfaltigkeit seiner Einwohner. Die weiten Regenwälder und die überwucherten, mit Schlaglöchern übersäten Straßen sind eine Herausforderung für jedes Geländefahrzeug. Eine „Expedition“ in Kongos Hinterland sollte deshalb gut überlegt und geplant sein.
Außerdem sollten die Warnungen vor Banditen und Rebellen im Kongo ernst genommen werden. Wer die Straßen meiden will, kann auch auf dem Kongo-Fluß durch das Land reisen. Die Schiffe und Fähren sind allerdings fast alle in einem bedenklichen Zustand und im Wasser lauern überall Krokodile und auch die hochgiftige Kongo-Wasserkobra – also ist auch diese Variante nur etwas für Unerschrockene.
Wenn sie also etwas wirklich einzigartiges Erleben wollen, ist eine Reise in die Tiefen des Kongo vielleicht genau das Richtige für sie. Machen sie sich aber vorher auf jeden Fall mit den Gefahren vertraut, die auf sie warten, damit sie auch wieder zu Hause ankommen und über die wunderbaren Bilder aus Kongos Tiefen berichten können.
Detailinformation - Kongo (Dem. Rep.)
Die Demokratische Republik Kongo (DR Kongo) ist mit 2,3 Millionen km² Fläche der drittgrößte Staat Afrikas (nach dem Sudan und Algerien).
Das Auswärtige Amt warnt generell von Reisen in die Demokratische Republik Kongo. Besonders Reisen in die Provinzen Nord- und Süd-Kivu sollten vermieden werden.
Von Deutschland aus gibt es keine Direktflüge in die DR Kongo. Sie können allerdings mit einem Stopp über Brüssel, Paris oder London nach Kinshasa gelangen.
In der Hauptstadt des Landes gibt es stetig mehr Hotels. Auch qualitativ hochwertige Hotels, die europäischen Standards mal mehr und mal weniger gerecht werden gibt es etliche.
Trotz der enormen Größe der Demokratischen Republik Kongo – es ist fast siebenmal so groß wie Deutschland – ist das Klima im Kongo überraschend einheitlich.
Im Vorfeld ihres Aufenthalts in der Demokratischen Republik Kongo kann es gut sein, dass sie in das Land telefonieren müssen, um etwa ein Hotel zu reservieren.
Die Demokratische Republik Kongo konnte die letzten Jahre nicht unbedingt mit positiven Meldungen punkten. Der jahrelang andauernde Bürgerkrieg und die Unruhen haben dem Land ein Negativimage beschert.
Um Probleme im Land zu vermeiden, gibt es einige Regeln, die sie beachten sollten. Das Fotografieren von staatlichen und militärischen Einrichtungen ist verboten.
Es ist leider nicht möglich, mit dem Zug durch die Demokratische Republik Kongo zu fahren, da es im Kongo kein funktionierendes Schienennetz mehr gibt.
Nach mehreren Wechseln im Geldsystem und der damit einhergehenden Entwertung der Währung hat die Demokratische Republik Kongo seit 1997 den Kongo-Franc (CDF) als offizielles Zahlungsmittel.
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