Die Komoren sind ein föderaler Inselstaat am Nordausgang der Seestraße von Mosambik im indischen Ozean. Sie liegen zusammen mit Mayotte nördlich von Madagaskar an der Ostküste Afrikas. Die Komoren bestehen aus drei Hauptinseln. Die vierte Insel, Mayotte, ist französisches Überseegebiet, das aber von den Komoren beansprucht wird.
Auf den Komoren herrscht das ganze Jahr über tropisches Klima mit angenehmen 25 Grad im Durchschnitt. Von Mai bis Oktober ist Trockenzeit, Regenzeit ist von November bis April. Es empfiehlt sich die Komoren in der Trockenzeit, in der der Passatwind weht, zu besuchen.
Die touristische Erschließung der Komoren ist noch nicht lange im Gange. Infrastruktur, Verkehrs und Nachrichtenverbindungen sind deshalb noch nicht optimal ausgebaut. Weiterhin sollte man einige Französischkenntnisse für einen Urlaub auf den Komoren mitbringen, Komorisch und Arabisch wird auch gesprochen.
Da die Komoren stark islamisch geprägt sind, sollten sich Reisende an die dort üblichen Verhaltensregeln und Moralvorstellungen halten. Shorts, ausgeschnittene Kleider oder Miniröcke sowie Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit sind deswegen zu vermeiden.
Sehenswert sind die Städte, wie die Hauptstadt Moroni, mit ihren malerischen und ruhigen Gassen, den Moscheen und dem herrlichen Ausblick von den Minaretten der Vendredi-Moschee. Wer gerne wandert, ist mit einer Besteigung des Karthalas sicher ganz in seinem Element. Der aktive Vulkan brach zuletzt 1977 aus und ist mit 2461m eine Besteigung wert. Man sollte jedoch eine Übernachtung in einer Berghütte einplanen. Des Weiteren gibt es auf den Komoren alte Königsgräber und Festungen, die einen Besuch wert sind. Die Regenwälder der Komoren wurden leider weitgehend zurückgedrängt und sind nur noch in höheren Lagen erhalten. Die Landschaft der Komoren ist geprägt von Savannen und Plantagen. Man findet häufig Kokospalmen, Bananenstauden und Mangobäume.
Die Sandstrände und Korallenriffe laden zum Baden und Tauchen ein. Und auch die Flora und Fauna laden zum Staunen ein. So findet man Riesenwasserschildkröten, eine Vielzahl an Wassertieren und die nur auf den Komoren anzutreffenden Monogozmaki, eine Halbaffenart. 1938 wurde hier außerdem der erste Quastenflosser gefunden, ein Vertreter einer Gattung, die bis dato nur als Fossil bekannt war.