Länder in Afrika
- Ägypten
- Äthiopien
- Algerien
- Angola
- Äquatorialguinea
- Benin
- Botswana
- Burkina Faso
- Burundi
- Dschibuti
- Elfenbeinküste
- Eritrea
- Gabun
- Gambia
- Ghana
- Guinea
- Guinea-Bissau
- Kamerun
- Kenia
- Kongo (Dem. Rep.)
- Kongo (Rep.)
- Lesotho
- Liberia
- Libyen
- Madagaskar
- Malawi
- Mali
- Marokko
- Mauretanien
- Mosambik
- Namibia
- Niger
- Nigeria
- Ruanda
- Sambia
- Senegal
- Sierra Leone
- Simbabwe
- Somalia
- Südsudan
- Sudan
- Südafrika
- Swasiland
- Tansania
- Togo
- Tschad
- Tunesien
- Uganda
- Zentralafrikanische Republik
Handys helfen im Kampf gegen Malaria |
| Geschrieben von Lukas Niemeyer | |
| Mittwoch, 15. Dezember 2010 | |
|
In Ghana und Nigeria startet dieser Tage ein Pilotprojekt, das den Menschen helfen soll, Originalmedikamente von Fälschungen zu unterscheiden. Mobiltelefone spielen dabei eine entscheidende Rolle, da jede Medikamentenverpackung mit einem Zahlencode versehen wird, dessen Authentizität man über eine kostenlose Handynummer abfragen kann. Während der ersten Phase werden über 500.000 Medikamentenverpackungen mit dem Code versehen. Diesen muss man freirubbeln und an eine kostenlose Nummer verschicken. Anschließend bekommt man eine SMS als Antwort geschickt, die Auskunft darüber gibt, ob das Medikament ein Original oder eine Fälschung ist. Das System soll helfen, die Bekämpfung von Malaria und Tuberkulose zu verbessern, indem wirkungsarme Medikamentenfälschungen vom Markt verdrängt werden. Schätzungen des Think-Tanks „International Policy Networks“ zufolge sterben weltweit jährlich etwa 700.000 Menschen, die an Malaria oder Tuberkulose leiden, aufgrund der Behandlung mit gefälschten Medikamenten. Circa 10-15 Prozent aller Medikamente sind global gesehen Fälschungen, aber in einigen afrikanischen Ländern steigt dieser Anteil auf bis zu 50 Prozent. Problematisch ist dabei auch, dass die gefälschte Ware häufig den Wirkstoff des Originals in verdünnter Form enthält. Das hat zur Folge, dass auch die Wirkung des Originalmedikaments auf Dauer verringert wird. Unterstützt wird das neue Programm von den Regierungen der Länder und Pharmaunternehmen, die sich dazu verpflichtet haben die Ergebnisse des Pilotprojekts, welches in Apotheken, Arztpraxen, Krankenhäusern und Gesundheitszentren durchgeführt wird, zu veröffentlichen. Schmerzmittel und Anti-Malaria Medikamente der Firmen May & Baker in Nigeria sowie Kama in Ghana werden als Erstes mit den Codes versehen. Falls sich das Programm als erfolgreich erweist, sollen in den kommenden zwölf Monaten weitere Firmen folgen und insgesamt über sechs Millionen Medikamentenpackungen mit dem Authentifizierungscode versehen werden. Die Entwickler des neuen Systems haben sich bewusst für die Abfrage per Handy entschieden, da Mobiltelefone mittlerweile in Nigeria und Ghana überall verbreitet sind. Selbst Personen, die über kein eigenes Gerät verfügen, haben in der Regel über Familienangehörige oder Freunde Zugang zu einem Mobiltelefon und können so die kostenfreie Nummer zur Abfrage erreichen. |


