Mugabe will wieder allein regieren

simbabwe.gifWie nicht anders erwartet wird Robert Mugabe in der Wahl 2011 erneut für das Amt des Präsidenten kandidieren. Experten befürchten, dass die Wahl das Land in ein Chaos stürzen wird, wie es bereits im Jahr 2008 geschah. Mugabe ist kein Mann, der sich mit einer Koalitionsregierung abfindet. Seit 1980 regiert er Simbabwe praktisch im Alleingang. Für den Fall der Einmischung des Westens in die Wahlangelegenheiten hat Mugabe bereits mit Sanktionen gedroht.

Zimbabwes Präsident Robert Mugabe macht trotz seiner 86 Jahre keine Anstalten, sein Amt in naher Zukunft abzugeben. Die Regierungskoalition, die im Februar 2009 in Simbabwe eingeführt wurde, gilt als gescheitert. Experten gehen davon aus, dass sich Mugabe in den Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr im Amt bestätigen lassen will. Weder Sanktionen der westlichen Länder noch der Versuch seitens der Vereinten Nationen, den Präsidenten mit einer großzügigen finanziellen Abfindung aus dem Amt zu kaufen, hatten bisher Erfolg.

Robert Mugabe regiert Simbabwe seit über 30 Jahren im Alleingang. Ob die Wahlen im nächsten Jahr einen Machtwechsel bereithalten, ist fraglich. Fest steht, dass er die Unterstützung seiner Partei weiterhin hinter sich hat. Auf dem Parteitag der ZANU-PF (Zimbabwe African National Union – Partiotic Front) wurde Mugabe Presseberichten zufolge einstimmig zum Präsidentschaftskandidaten bestimmt.

Die Befürchtung internationaler Beobachter wachsen, dass die Wahlen 2011 das Land in ein erneutes Chaos stürzen werden. Bereits 2008 kam es im Anschluss an die Präsidentschaftswahl in Simbabwe zu großen Protesten. Mehrere hundert Mitglieder der Gegenpartei MDC (Movement for Democratic Change) wurden dabei nach eigenen Angaben durch Anhänger der Regierungspartei getötet.

Mugabe musste sich daraufhin mit der Gründung einer Koalition abfinden. Die Macht, die dem Ministerpräsident Morgan Tsvangirai in deren Rahmen formal zugeschrieben wurde, gilt allerdings in der Realität als äußerst gering. Tsvangirai zeigte sich in der Vergangenheit des Öfteren darüber verärgert, dass Mugabe über seinen Kopf hinweg regiere und die Machtteilung eine reine Farce sei. Er kündigte noch vor wenigen Monaten einen härteren Kurs gegen die Machenschaften Mugabes an.

Präsident Mugabe machte von Anfang an keinen Hehl daraus, dass er die Koalition mit der MDC weder schätzt noch besonders ernst nimmt. Die Wahl 2011 könnte Mugabe erneut auch zu einer offiziellen Alleinherrschaft verhelfen. Eine Einmischung durch den Westen wird Mugabe laut Presseberichten nicht dulden. Bereits zum jetzigen Zeitpunkt sind Manipulationsversuche und Einschüchterungsstrategien der wahlberechtigten Bevölkerung durch die Anhänger Mugabes bekannt geworden. In einer Rede vor seiner Partei kündigte Mugabe kürzlich an, sämtliche Botschafter aus dem Land auszuweisen, sollten sich westliche Länder in die Austragung der Wahl einmischen.

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