Survival International Deutschland e.V.

Organisation:Survival International Deutschland e.V.
Survival International Deutschland e.V.

 

Tätigkeitsfeld:Menschenrechtsarbeit für indigene Völker
Land:Botswana, Äthiopien, Kenia
Kontakt:Haus der Demokratie und Menschenrechte
Greifswalder Str. 4
10405 Berlin
Tel: +49 30 72293108
Fax: +49 7541 933960
Website:www.survivalinternational.de
Ansprechpartner:Linda Poppe

 

Die Organisation:

Survival International wurde 1969 in Großbritannien gegründet, wegen eines Zeitungsartikels, der die grausame Verfolgung Indigener in Brasilien darstellte. Heute hat Survival Büros in sieben Ländern und Unterstützer aus beinahe 100 Ländern. Seit 2005 hat Survival eine Sektion in Deutschland. 

Survival hilft indigenen Völkern ihr Leben zu verteidigen, ihr Land zu schützen und ihre Zukunft selbst zu bestimmen. Die Organisation arbeitet durch Aufklärung, Bildung und Kampagnen, um rassistische Einstellungen (sie seien "primitiv") und falsche Vorstellungen ("sie werden aussterben") gegenüber indigenen Gruppen zu verändern. Survival setzt sich dafür ein, dass indigene Gruppen ein Recht auf ein Leben ihrer Wahl haben und zu Entscheidungen, die ihr Leben und ihr Umfeld betreffen, umfassend konsultiert werden.

Survivals Kampagnen richten sich gegen jene Akteure, welche die Recht indigener Gruppen missachten, seien dies Unternehmen, Organisationen, Regierungen oder Individuen. Unternehmen und Organisation müssen sich verpflichten, die vorherige Zustimmung indigener Gruppen einzuholen, bevor sie auf ihrem Gebiet arbeiten. Weiter setzt sich Survival dafür ein, dass alle Staaten das einzig rechtlich bindende Abkommen, die Konvention über indigene Völker ILO 169, unterzeichnen.

Kinder der BuschleuteXoroxloo Duxee starb nach der Versiegelung des Brunnens an WassermangelSurvival Unterstützer protestieren in London gegen Diamantenabbau in Botswana

Die Fotos sind ausschliesslich für die Nutzung der Themenseite über Survival International Deutschland e.V. bei Afrika-Travel.de und unterliegen dem Copyright von Survival International.

 

Kampagnenarbeit in Afrika

Botswana:
Die Gana und Gwi gehören den Buschleuten an, deren Vorfahren seit zehntausenden von Jahren im südlichen Afrika leben. Survival setzt sich für das Recht einiger tausend Gana und Gwi in Botswana ein, auf ihrem angestammten Land im Central Kalahari Game Reserve (CKGR) leben zu können.

Seit 2002 verweigert ihnen die Regierung den Zugang zu einem Brunnen, sowie das Jagen, welches ihnen das Überleben in der Kalahari nahezu unmöglich macht. Nur einige hundert Buschleute leben nach mehrmaligen Zwangsumsiedlungen durch die Regierung noch in der CKGR.

Tausende leben unter schwierigen Umständen in Umsiedlungslagern der Regierung, wo Krankheiten, Alkoholismus und Depression weit verbreitet sind. Während die Regierung den Indigenen den Zugang zu Wasser verwehrt, fördert sie in der CKGR den Diamantenabbau und Luxustourismus, ohne die Zustimmung der Buschleute eingeholt zu haben.

Survival setzt sich für das Recht auf Wasser für die Buschleute ein und hat zum Boykott gegen Tourismus nach Botswana, sowie gegen den Kauf von Diamanten aus Botswana aufgerufen, bis den Buschleuten der Zugang zu ihrem Brunnen gewährt wird. Survivals Unterstützer können sich mit einem Brief an den Präsidenten von Botswana wenden.

Äthiopien:
Rund 200.000 Mitglieder unterschiedlicher indigener Gruppen leben im Unteren Tal des Omo Flusses im Südwesten Äthiopiens. Ihre Lebensgrundlage ist auf die jährlichen Überschwemmungen des Omo angewiesen.

Ein riesiger Staudamm namens Gibe III ist bereits im Bau, und wird den Zyklus des Flusses unterbrechen. Survival und andere Organisationen fürchten verheerende Auswirkungen auf die Lebensgrundlage der Indigenen.

Die Bevölkerung am Omo Fluss wurden zu dem Projekt nicht befragt, viele wissen nicht einmal von seinem Bau. Survival hat potentielle Geldgeber des Projekts, wie die italienische Regierung oder die Afrikanische Entwicklungsbank. dazu aufgerufen, den Damm nicht zu finanzieren, bis eine unabhängige Studie zu dessen sozialen und ökologischen Auswirkungen erfolgt ist und die betroffenen Völker konsultiert wurden.

Survival ruft Unterstützer dazu auf, einen Brief an den Premierminister von Äthiopien zu richten, um ihre Besorgnis über dieses Projekt zum Ausdruck zu bringen.