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Uganda: USA senden Truppen zum Kampf gegen Rebellengruppe

Geschrieben von Lukas Niemeyer   
Samstag, 15. Oktober 2011

US-Präsident Barack Obama hat bekannt gegeben, dass die USA etwa 100 Soldaten nach Uganda entsenden werden, um die Einheiten vor Ort im Kampf gegen die berüchtigte Lord's Resistance Army (LRA) zu unterstützen. Die US-Truppen sind zwar kampfbereit, sollen aber ausdrücklich primär als Militärberater fungieren und nur in aktiv in das Geschehen eingreifen, wenn sie direkt angegriffen werden.

Derzeit befindet sich bereits eine kleine Gruppe amerikanischer Kampfsoldaten in Uganda, die zusammen mit den neuen Einheiten auch in benachbarten Ländern aktiv werden könnte. Klares Ziel der Mission ist die Beseitigung des LRA-Führers Joseph Kony.

Die Lord's Resistance Army terrorisiert seit über 20 Jahren von Uganda ausgehend den zentralafrikanischen Raum. Schätzungsweise 30.000 Menschen sind den Folgen des Terrors, den die Organisation verbreitet, bereits zum Opfer gefallen. Die LRA, die in den 1980er Jahren als Rebellenorganisation entstanden ist, hat sich über die Jahre zu einer kultartigen Gemeinschaft von Kämpfern entwickelt, die für ihre Grausamkeit berüchtigt sind.

Immer wieder überfällt die LRA Dörfer, brennt diese nieder und tötet die Bewohner. Zudem werden häufig die Jungen als Kindersoldaten zwangsrekrutiert, während die Mädchen teilweise als Sexsklavinnen gehalten werden. Der Anführer der Gruppe, Joseph Kony, hat sich selbst zum Propheten ernannt und ist wegen seiner Grausamkeit gefürchtet. Seit 2005 werden Kony und seine engsten Vertrauten vom Internationalen Strafgerichtshof per Haftbefehl gesucht.

Die originär in Uganda enstandene LRA ist mittlerweile vornehmlich in den benachbarten Ländern aktiv, in denen ein größeres Sicherheitsvakuum herrscht. Ihr Aktionsradius erstreckt sich vom Osten der Demokratischen Republik Kongo über den Südsudan bis in die Zentralafrikanische Republik.

US-Präsident Obama äußerte nicht zur Dauer des Einsatzes, ein Sprecher des Militärs teilte jedoch mit, dass die Einheiten darauf vorbereitet seien, so lange in der Region zu bleiben, bis sichergestellt sei, dass die regionalen Sicherheitskräfte eigenständig mit der Gefahr umgehen können. Seit 2008 haben die USA 33 Millionen US-Dollar investiert, um die lokalen Armeen im Kampf gegen die LRA zu unterstützen.

 




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