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Zahl der bedrohten Berggorillas gewachsen

Geschrieben von Lukas Niemeyer   
Mittwoch, 8. Dezember 2010

Innerhalb der letzten sieben Jahre ist die Anzahl der Berggorillas, die im Virunga-Massiv im Herzen Afrikas heimisch sind, um 26 Prozent gestiegen. Das hat eine am Dienstag veröffentlichte Studie ergeben. Das Bergmassiv erstreckt sich im Grenzbereich zwischen der Demokratischen Republik Kongo, Ruanda und Uganda. Die dort lebenden Berggorillas locken jährlich viele Touristen an, sind jedoch seit Jahrzehnten vom Aussterben bedroht, weshalb etliche Maßnahmen zum Schutz der Tiere initiiert wurden.

Illegale Jagd der seltenen Tiere zu Zwecken des Tierhandels und Wilderer in der schwer zugänglichen Region haben die Bestände lange dezimiert. Zwei Schutzorganisationen haben zuletzt bei einer fünftägigen Aktion im Virunga-Massiv über 200 kleine Lager und Unterschlüpfe von illegalen Wilderern entdeckt und zerstört. Meistens haben es die Jäger zwar nicht auf die Gorillas abgesehen, ihre Fallen verletzen oder töten allerdings häufig auch Berggorillas.

Eine weitere Bedrohung für die sanften Riesen stellt auch die sukzessive Zerstörung ihres Lebensraumes durch den Menschen dar. Weltweit finden sich Berggorillas nur im Virunga-Massiv, wo sie im Parc National des Virunga (DRC), dem Volcanoes Nationalpark (Ruanda) und im Mgahinga Gorilla Nationalpark (Uganda) Schutz finden. Darüber hinaus lebt noch eine Population von 302 Tieren – das hat ein Zensus 2006 ergeben – im Bwindi Impenetrable Nationalpark in Uganda.

Die jetzt länderübergreifend durchgeführte Zählung hat ergeben, dass sich die Gorillapopulation im Virunga-Massiv seit 2003, dem Zeitpunkt der letzten Zählung, von 380 auf 480 erhöht hat. Insgesamt gibt es somit weltweit zur Zeit über 780 Berggorillas.

Der Zensus wurde während März und April und die Forscher legten dabei über 1.000 Kilometer zu Fuß durch die Bergwälder in allen drei Ländern zurück. Um doppelte Zählungen zu vermeiden, wurden Stuhlproben der einzelnen Tiere gesammelt und genetisch analysiert.

 




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