Tunesien: Feierlichkeiten zum Jahrestag der Revolution |
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Sonntag, 15. Januar 2012 |
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In Tunesiens Hauptstadt Tunis sind am Samstag tausende Menschen auf die Straße gegangen, um den ersten Jahrestag der Revolution zu feiern. Am 14. Januar 2011 hatte sich der langjährige Präsident Zine al-Abidine Ben Ali nach Saudi-Arabien abgesetzt und somit dem Druck der wochenlang demonstrierenden Massen nachgegeben. Ein Jahr später gibt es einen neuen, demokratisch gewählten Präsidenten und die Stimmung ist gut, obwohl es noch zahlreiche drängende Probleme zu lösen gilt.
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Beginn des Arabischen Frühlings jährt sich |
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Samstag, 17. Dezember 2011 |
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Als Schlüsselereignis, das den Beginn des Arabischen Frühlings markiert, gilt die Selbstverbrennung des tunesischen Gemüsehändlers Mohamed Bouazizi. Am 17. Dezember 2010 tötete sich der arbeitslose junge Mann aus Protest gegen die Zustände in seinem Land auf diese grausame Weise selbst. In Tunesien wird der Beginn der Revolution vielerorts gefeiert, auch wenn von den Hoffnungen, die in die Revolution gesteckt wurden, heute nicht mehr viel übrig ist.
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Marzouki ist neuer Präsident von Tunesien |
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Dienstag, 13. Dezember 2011 |
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Knapp ein Jahr nach dem Sturz des Diktators Ben Ali hat Tunesien einen neuen Präsidenten. Moncef Marzouki ist Arzt und setzt sich schon seit vielen Jahren für die Wahrung der Menschenrechte ein. Als Gegner Ben Alis lebte Marzouki zwei Jahrzehnte im Exil, kehrte jedoch schon Tage nach dem Sturz des ehemaligen Machthabers in sein Heimatland Tunesien zurück.
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Tunesien: Einigung auf Übergangspräsidenten |
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Mittwoch, 16. November 2011 |
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Am Dienstag wurde in Tunesien der neue Übergangspräsident bekanntgegeben. Der Menschenrechtsaktivist und Gründer der liberalen Partei „Kongress für die Republik“ Moncef Marzouki soll das Land nun ein Jahr lang regieren. Marzouki war einer der bekanntesten Gegner des Ex-Diktators Ben Ali und lebte bis zu dessen Sturz vor rund zehn Monaten im Exil.
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Moderate Islamisten Wahlsieger in Tunesien |
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Dienstag, 25. Oktober 2011 |
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Die gemäßigten Islamisten der Ennahda Partei haben sich zum Sieger der Wahlen in Tunesien ernannt. Sie berufen sich dabei auf eine parteiinterne, inoffizielle Auswertung der Stimmen – das offizielle Wahlergebnis wird erst im Laufe des Abends erwartet. Abstimmen konnte die tunesische Bevölkerung über die Mitglieder der verfassungsgebenden Versammlung. Die Wahlbeteiligung lag bei stolzen 90 Prozent.
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Erste freie Wahlen in Tunesien |
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Sonntag, 23. Oktober 2011 |
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In Tunesien stehen die Menschen geduldig in langen Schlangen vor den Wahllokalen, um an den ersten demokratischen Wahlen seit dem Sturz des Diktators Zine al-Abidine Ben Ali vor neun Monaten teilzunehmen. Die gut sieben Millionen Stimmberechtigten sind dazu aufgerufen, eine verfassungsgebende Versammlung zu wählen, deren Aufgabe auch die Ernennung einer Übergangsregierung sein wird.
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Endspurt im Wahlkampf in Tunesien |
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Dienstag, 18. Oktober 2011 |
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Am kommenden Sonntag findet in Tunesien die Wahl der verfassungsgebenden Nationalversammlung statt. Diese soll unter anderem einen provisorischen Präsidenten wählen, der anschließend eine Übergangsregierung einsetzen wird. Nach Jahrzehnten autokratischer Herrschaft ist die Zahl der neu gegründeten Parteien in Tunesien kaum zu überblicken. Umfragen favorisieren die moderat islamistische Ennahda-Bewegung. Endspurt im Wahlkampf in Tunesien weiterlesen... |
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Tunesien: Proteste gegen religiösen Extremismus |
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Freitag, 8. Juli 2011 |
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Etwa 1.000 Menschen haben am Donnerstag in Tunis, der Hauptstadt des nordafrikanischen Tunesiens, gegen religiös motivierte Gewalt und den wachsenden Einfluss radikal-islamistischer Strömungen demonstriert. Der Protest war eine Reaktion auf die Aktion einer Gruppe radikaler Salafisten, die vor knapp zwei Wochen ein Kino gestürmt hatten, um die Vorführung eines Filmes zu verhindern.
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Tunesien: Prozessbeginn gegen Ben Ali |
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Montag, 20. Juni 2011 |
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In Tunis hat am Montag der Prozess gegen den ehemaligen Präsidenten Tunesiens begonnen. Ben Ali selbst befindet sich allerdings bis heute in Saudi Arabien im Exil. Eine Auslieferung durch die dortigen Behörden gilt als unwahrscheinlich. Die Anklagepunkte reichen von Geldwäsche bis hin zu Mord und Folter. Während der Unruhen in Tunesien, in deren Folge der Präsident flüchtete, wurden mehrere hundert Menschen von Sicherheitskräften der Regierung getötet.
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Tunesien verschiebt Wahlen |
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Donnerstag, 9. Juni 2011 |
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Die tunesische Übergangsregierung hat beschlossen, die Wahlen für die verfassungsgebende Versammlung um drei Monate zu verschieben. Statt wie ursprünglich geplant im Juli wird die Wahl nun erst am 23. Oktober abgehalten werden. Begründet wurde dieser Schritt mit technischen Schwierigkeiten bei der Organisation und der Registrierung der Wähler. Besonders die vielen nach der Revolution neugegründeten kleinen Parteien profitieren von der Verschiebung, da sie Zeit gewinnen, sich zu organisieren.
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Tunesien wartet auf Touristen |
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Donnerstag, 28. April 2011 |
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Die Tourismusbranche in Tunesien ist seit den Unruhen zu Beginn dieses Jahres immer noch stark geschädigt. Im Vergleich zum vergangenen Jahr ist der Tourismus um mehr als 40 % zurückgegangen. Diese Folge der Proteste in Tunesien hat verheerende Auswirkungen auf die Wirtschaft des Landes. Die Grünenpolitikerin Claudia Roth warb nun bei einem Besuch in Tunesien für Reisen in das Land am Mittelmeer, um die Bevölkerung durch einen erneuten Aufschwung des Tourismus zu unterstützen.
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Anklage gegen Tunesiens Ex-Präsidenten Ben Ali |
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Donnerstag, 14. April 2011 |
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Nach der Festnahme des ehemalige Präsident Ägyptens Hosni Mubarak ist jetzt auch gegen Ben Ali aus Tunesien Anklage erhoben worden. Insgesamt werden dem Ex-Staatschef 18 Strafdelikte zur Last gelegt, darunter Mord und Drogengeschäfte. Ben Ali befindet sich zusammen mit seiner Familie derzeit in Saudi Arabien im Exil.
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Neues Kabinett in Tunesien vorgestellt |
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Dienstag, 8. März 2011 |
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Am Montag gab der neue Ministerpräsident der tunesischen Übergangsregierung die neuen Minister des Kabinetts bekannt. Es ist bereits die dritte Umwandlung der Übergangsregierung seit der Flucht Ben Alis aus Tunesien. Im neuen Kabinett befindet sich nun kein Vertreter der alten Führungsriege mehr.
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Tunesien: Regierungschef Ghannouchi tritt zurück |
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Sonntag, 27. Februar 2011 |
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Nach anhalten Protesten gegen die Übergangsregierung in Tunesien an diesem Wochenende hat deren Vorsitzender Mohammed Ghannouchi am Sonntag seinen Rücktritt erklärt. Seit Freitag sind bei Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten mehrere Menschen getötet und verletzt worden. Durch seinen Rücktritt erhofft sich Ghannouchi ein Ende der Unruhen in Tunesien.
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Tunesien lehnt Intervention Italiens ab |
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Montag, 14. Februar 2011 |
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Immer mehr Menschen aus Tunesien versuchen auf dem Seeweg aus ihrem Land zu flüchten. Allein in den vergangenen Tagen haben rund 5000 Menschen die italienische Insel Lampedusa erreicht. Um den Flüchtlingsstrom zu beenden, wollte der italienische Innenminister Polizisten in Tunesien stationieren. Die dortige Übergangsregierung hat dies abgelehnt. Eine Einmischung aus Europa in die inneren Angelegenheiten des Landes sei nicht erwünscht.
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Erneut Tote bei Unruhen in Tunesien |
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Montag, 7. Februar 2011 |
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Die Sicherheitslage in Tunesien hat sich am vergangenen Wochenende erneut zugespitzt. Bei Demonstrationen kamen mindestens fünf Menschen ums Leben, zahlreiche weitere wurden verletzt. Der Innenminister des Landes reagierte am Sonntag mit der Ankündigung der vollständigen Auflösung der ehemaligen Regierungspartei RCD. Dadurch sollen weitere Unruhen in Tunesien verhindert werden.
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Tunesischer Islamistenführer zurück in der Heimat |
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Montag, 31. Januar 2011 |
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Der Führer der islamistischen Ennahda-Bewegung, Sheikh Rachid Ghannuchi, ist gestern nach Tuensien zurückgekehrt. Er war vor 22 Jahren vom kürzlich gestürzten Präsidenten Ben Ali aufgrund seiner politischen Ansichten verurteilt worden, konnte aber ins Exil nach England flüchten. Rachid Ghannuchi kündigte an, dass er mit seiner Partei an den kommenden Wahlen in Tunesien teilnehmen werde.
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Dreitägige Staatstrauer für Opfer der Proteste in Tunesien |
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Freitag, 21. Januar 2011 |
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Die Übergangsregierung in Tunesien hat weiterhin mit Protesten und Plünderungen zu kämpfen. Zum Gedenken an die Opfer der gewaltsamen Proteste in den vergangenen Wochen ordnete das Kabinett heute eine dreitägige Staatstrauer an. Außerdem soll es eine Generalamnestie für alle politischen Gefangenen des Landes geben. Demonstranten fordern den Ausschluss aller Parteiangehörigen des abgesetzten Präsidenten Zine al-Abidine Ben Ali aus der Regierungsverantwortung.
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Übergangsregierung in Tunesien bringt kein Ende der Unruhen |
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Montag, 17. Januar 2011 |
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Drei Tage nach der Flucht des tunesischen Präsidenten ins Exil wurde der Öffentlichkeit heute Nachmittag die Übergangsregierung vorgestellt. Viele Menschen in Tunesien zeigten sich unzufrieden über das Ergebnis, da die wichtigsten Ministerposten auch weiterhin von Mitgliedern der verhassten Regierungspartei bekleidet werden. In der Hauptstadt Tunis kam es erneut zu Ausschreitungen. Die Demonstranten fordern die komplette Auflösung der Partei Ben Alis.
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Tunesiens Präsident flieht nach Saudi Arabien |
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Samstag, 15. Januar 2011 |
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Die wochenlangen Proteste haben das bewirkt, was keiner für möglich gehalten hat: Der Präsident Zine al-Abidine Ben Ali gibt seine Macht ab. Gestern hat er die Regierung aufgelöst und Neuwahlen angekündigt. Heute ist er aus dem Land geflohen und befindet sich nun in Saudi Arabien. In vielen Orten Tunesiens kam es unterdessen zu Plünderungen. Das Militär kontrolliert das Zentrum der Hauptstadt Tunis und bewacht wichtige Gebäude der Regierung.
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