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Tschad News
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Detailinformation Detailinformation - Tschad |
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Tschad GeschichteAm Tschad-See gab es bereits in prähistorischer Zeit einige Siedlungen, die von Wissenschaftlern nachgewiesen werden konnten. Später entstanden dort etliche islamische Reiche. Bekannt wurde das Gebiet des heutigen Tschad unter anderem durch deutsche Forschungsreisende wie Heinrich Barth (ca. 1850) und Gustav Nachtigal (1855), die beschwerliche Reisen in das bis dahin unerforschte Gebiet unternahmen. Tschads jüngere Geschichte ist durch die französische Kolonialzeit geprägt, die von 1900 bis zur Unabhängigkeit des Landes im Jahr 1960 dauerte. Die gegründete Republik Tschad hatte jedoch von Anfang an mit religiösen Streitigkeiten zwischen Muslimen und Christen zu kämpfen, in die sich auch immer wieder die benachbarten Länder (vor allem Libyen), Frankreich und die USA einmischten. Es kam wiederholt zum Putsch der Regierung und in den 1980er Jahren herrschte Krieg in Tschads Norden, da Libyen weite Teile des Tschad annektierte. Der heutige Präsident des Landes, Idriss Déby, kam 1990 gewaltsam an die Macht und wurde zuletzt 2006 wiedergewählt. Bürgerkrieg im TschadAllerdings ist bis heute keine Ruhe im Tschad eingekehrt. Noch immer herrscht im Tschad Bürgerkrieg, unter dem vor allem Tschads Bevölkerung zu leiden hat. Seit 1998 kommt es im Norden und Osten des Landes immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Rebellen und Regierungstruppen. Der Konflikt im Tschad wird durch die katastrophale Lage in der Darfur-Region (Westsudan) zusätzlich angeheizt, da im Tschad viele Flüchtlinge Sicherheit suchen. Obwohl die Beziehungen zwischen dem Sudan und dem Tschad 2008 wieder aufgenommen wurden, sind die Grenzen zwischen beiden Ländern immer noch geschlossen und es kommt weiterhin zu Überfällen auf Dörfer im Osten Tschads durch tschadische Rebellentruppen, die die Darfurregion als Rückzugsgebiet nutzen. Der Bürgerkrieg im Tschad hat seit seinem Beginn bereits viele tausend Menschenleben gekostet.
Tschad WirtschaftÜber 80 Prozent von Tschads Einwohnern lebt in völliger Armut. Nur durch Subsistenzwirtschaft und Lebensmittelhilfen können sie ihr Überleben sichern. Häufige Dürren erschweren die Situation zusätzlich. Das BIP des Tschad gehört mit ca. 1.600 US-Dollar pro Kopf zu den geringsten weltweit. Außerdem muss man beachten, dass ein Großteil davon durch den Export von Erdöl aus Tschads Süden gewonnen wird. Seit 2003 fördert die amerikanische Firma Exxon Mobile dort Öl, welches mit einer Pipeline an die Küste Kameruns transportiert wird. Die Einnahmen aus dem lukrativen Geschäft mit Erdöl im Tschad sollten für die Entwicklung des Landes herangezogen werden (die Regierung hat mit der Weltbank eine entsprechende Vereinbarung getroffen). Stattdessen versickern sie aber im Regierungsapparat, der zu den korruptesten weltweit zählt. Finanziert werden vornehmlich auch Waffen, die vermutlich aus China geliefert werden. |

