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Fährunglück vor Sansibar: Über 100 Vermisste

Geschrieben von Lukas Niemeyer   
Donnerstag, 19. Juli 2012

Vor der Küste Tansanias ist am Mittwoch ein überbesetztes Passagierschiff auf dem Weg nach Sansibar gekentert. Trotz der schlechten Wetterbedingungen setzen Retter alles daran, noch Überlebende aus dem Indischen Ozean zu retten, die Wahrscheinlichkeit nimmt jedoch stündlich ab. Der Tod von 38 Menschen wurde mittlerweile von der Polizei bestätigt, über 100 Weitere werden noch vermisst.

Nach Auskunft der Hafenbehörden befanden sich auf der Fähre, deren offizielle Transportkapazität bei 250 Personen liegt, zum Zeitpunkt des Unglückes 290 Personen. 145 davon seien bis jetzt gerettet worden, so der Polizeikommissar Mussa Ali Mussa auf der Insel Sansibar.

Die MV Skagit/Kalama war gestern Vormittag aus dem Hafen der Wirtschaftsmetropole Dar es-Salaam ausgelaufen und kenterte gegen Mittag in der Nähe der Insel Chumbe, westlich von Sansibar. Die Route Dar es-Salaam – Sansibar ist sowohl bei Einheimischen, als auch Touristen beliebt. Die Insel lockt mit Traumstränden und einer Altstadt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.

Tansanias Verkehrsminister gab bekannt, dass unter den Opfern auch zwei Europäer seien. Ob es sich dabei um deutsche Staatsangehörige handelt, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch ungeklärt. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass auch ein US-Amerikaner ertrunken sei. Die Polizei vor Ort gab bekannt, dass über zehn ausländische Touristen – darunter eine Gruppe niederländischer Urlauber – gerettet werden konnten.

Der Direktor des tansanischen Wetterdienstes, Hamza Kabelwa, erklärte gegenüber der britischen BBC, dass im Vorfeld eine Wetterwarnung für den Schiffverkehr veröffentlicht worden sei, die aufgrund der rauen See davon abriet, die Überfahrt durchzuführen. Starke Windböen und hohe Wellen behinderten auch den gesamten gestrigen Tag die Rettungsarbeiten.

Tansanias Präsident Jakaya Kikwete kündigte eine dreitägige Staatstrauer an und sprach allen Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. Unter Ihnen ist auch die 35-jährige Tansanierin Tatu Kwiyela, die selbst gerettet werden konnte, aber ihren neun Monate alten Sohn verloren hat: „Ich bin von großen Wellen weggespült worden und habe meinen Sohn, Saidi Jumanne verloren. Ich habe versucht ihn festzuhalten, aber er verschwand im Meer.“

Die Wut vieler Bürger auf die Regierung ist groß. Die Sicherheitsvorschriften für Passagierschiffe sind äußerst lax und werden kaum überprüft. Erst vergangenen September waren bei einem Fährunglück in der Nähe der jetzigen Unglücksstelle über 200 Menschen ums Leben gekommen, nachdem ein Schiff mit über 800 Menschen an Bord vor Sansibar gesunken war.

 

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