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Elfenbeinschmuggel in Afrika: Traurige Jahresbilanz

Geschrieben von Eva Kauke   
Donnerstag, 29. Dezember 2011

Für die Elefanten Afrikas war das Jahr 2011 kein gutes. Die Tierschutzorganisation Traffic hat Bilanz gezogen und die Ergebnisse sind erschreckend. Die Mengen an beschlagnahmtem Elfenbein sind so hoch wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Der illegale Handel mit dem weißen Gold boomt, Gesetze und Verbote können die Händler ganz offensichtlich nicht von ihren blutigen Geschäften abbringen. Besonders Asien verfügt über einen riesigen Absatzmarkt. Dort wird Elfenbein, wie zum Beispiel auch die Hörner der Nashörner, in der traditionellen Medizin verwendet.

Allein im Jahr 2011 wurden 23 Tonnen Elfenbein beschlagnahmt. Ungefähr 2500 Tiere wurden dafür auf oft brutalste Art und Weise getötet. Damit ist in diesem Jahr ein trauriges Rekordhoch erreicht worden. Seit der Handel mit Elfenbein im Jahr 1989 verboten wurde, sind in keinem Jahr so viele Tiere Opfer von Wilderern geworden. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt zehn Tonnen des weißen Goldes beschlagnahmt. Große Funde geschmuggelten Elfenbeins gab es in diesem Jahr unter anderem in Tansania und in Kenia. In der Hafenstadt Mombasa sind erst vor wenigen Tagen große Mengen des weißen Goldes sichergestellt worden. Im Sommer wurden in Tansania bei einem einzigen Fund rund 1000 der wertvollen Stoßzähne der Elefanten entdeckt. Die Tierschutzorganisation Traffic führt insgesamt dreizehn dieser Megafunde an geschmuggeltem Elfenbein an. Im letzten Jahr wurden nur sechs vergleichbare Funde bekannt.

Einer der Hauptgründe für den rasanten Anstieg des Elfenbeinschmuggels ist die wachsende Nachfrage aus asiatischen Ländern, insbesondere China und Thailand. Aber auch die zunehmende Professionalisierung des Geschäfts mit den Trophäen großer Wildtiere wie den Elefanten spielt eine zentrale Rolle. Es gibt immer mehr organisierte Banden von Wilderern, die zunehmend über eine gute technische Ausstattung verfügen und so den von Nationalparks eingerichteten Schutzmaßnahmen entgehen können. Zwischenhändler übernehmen die Stoßzähne, die bei den groß angelegten Wilderei Aktionen grausam erbeutet werden und organisieren den Transport nach Asien auf ständig wechselnden Routen. Auch wenn immer wieder große Mengen an Schmugglerware beschlagnahmt werden, kommt es nur selten zu Festnahmen. Die Drahtzieher dieses blutigen Handels sind ohnehin nur sehr schwer zu entlarven.

 

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