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Umstrittene Straße durch die Serengeti

Geschrieben von Eva Kauke   
Sonntag, 13. Februar 2011

Bereits Mitte letzten Jahres wurden die Pläne der tansanischen Regierung bekannt, die eine Schnellstraße durch den Serengeti-Nationalpark bauen will. Tier- und Umweltschützer gehen seither auf die Barrikaden, da die Straße nicht nur die Tierbestände bedrohen, sondern auch das ökologische Gleichgewicht in der Region gefährden würde. Auch die Tourismusbranche in Tansania setzt sich gegen den Bau der Straße ein. Der Serengeti-Nationalpark ist einer der größten und bekanntesten Afrikas und eine wichtige Stütze des nationalen Tourismus.

Erst letzte Woche kam der Film „Serengeti“ von Tierfilmer und Zoologe Reinhard Radke in die deutschen Kinos, der die Schönheit und Einzigartigkeit dieser riesigen Savanne und seiner Bewohner in eindrucksvollen Bildern dokumentiert. Experten gehen davon aus, dass durch den Bau der Straße durch den Serengeti-Nationalpark die Tierwanderungen der Gnus und Zebras behindert werden, die Radke in seinem Film ausführlich darstellt. Das hätte zur Folge, dass die Tierbestände in wenigen Jahren drastisch zurückgehen würden. Die für Huftiere eher ungewöhnliche Tatsache der alljährlichen Fortpflanzung, wie sie bei den Gnus in der Serengeti beobachtet wird, ist nur durch das besonders reichhaltige Gras im Süden der Region möglich ist.


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Die Straße, die die Regierung Tansanias bauen will, soll Arusha im Norden des Landes mit dem Viktoriasee verbinden. So soll diese wirtschaftlich noch wenig entwickelte Region an die nationale Wirtschaft angeschlossen werden. Auch für die Nachbarländer Tansanias hätte die Straße strategische Vorteile, da sie den Warentransport zur Küste des Indischen Ozeans stark vereinfachen würde. Insgesamt soll die Autobahn knapp 500 km lang sein, 54 km davon würden quer durch den Serengeti-Nationalpark führen.

Tansanias Präsident Jakaya Kikwete ist trotz aller Kritik überzeugt von seinem Projekt. Vorschläge über alternative Routen, die den Serengeti-Nationalpark umgehen würden, lehnt er kategorisch ab. Die Weltbank hat eine Finanzierung der Straße im geplanten Verlauf aufgrund der starken Kritik bisher abgelehnt. Sollte die Straße den Serengeti-Nationalpark allerdings umgehen, wäre eine Finanzierung durch das internationale Bankinstitut dagegen denkbar. Die Alternativroute, die südlich am Schutzgebiet vorbeiführt, soll mit Hilfe der Weltbank nun geprüft werden, falls der Präsident diesem Vorhaben zustimmt.

 

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