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Freiwillige arbeiten in Krankenhäusern

Geschrieben von Lukas Niemeyer   
Donnerstag, 26. August 2010

In Südafrika streiken seit mehr als einer Woche die Angestellten des öffentlichen Dienstes . Lehrer, Polizisten, Ärzte, Krankenschwestern und andere Staatsdiener sind von den einflussreichen Gewerkschaften zum Streik aufgerufen worden. Die 1,3 Millionen Angestellten streiken für eine Lohnerhöhung von 8,6 Prozent und Mietsubventionen in Höhe von umgerechnet etwa 100 Euro.

Die Regierung bietet bisher sieben Prozent mehr Lohn und einen Mietzuschuss von ca. 70 Euro. Der Regierungssprecher Südafrikas, Themba Maseko, teilte nun mit, dass das Angebot der Regierung insgesamt 8,5 Prozent beträgt, wenn man die zusätzlichen Lohnanreize mit einberechne, die geschaffen werden sollen. Solche Sonderzahlungen wären jedoch leistungsabhängig, was von den Gewerkschaften bisher klar abgelehnt wird.

Eine Schlichtung des Streits ist bisher noch nicht in Sicht, die Streiks haben jedoch in den letzten Tagen stark an Unterstützung in der Bevölkerung verloren, da der Krankenhausbetrieb in zahlreichen Einrichtungen komplett lahmgelegt wurde. Die Bevölkerung hat wenig Verständnis dafür, dass die Streiks auf Kosten der Patienten in den Krankenhäusern gehen.

Mittlerweile hat das Militär die Kontrolle über 37 Krankenhäuser in sieben Provinzen des Landes übernommen und damit die Grundversorgung der Bevölkerung sichergestellt. Die Regierung hat eine einstweilige Verfügung erlassen, die unentbehrliches Personal zwingt, an die Arbeitsplätze zurückzukehren.

Außerdem haben sich viele Freiwillige in den Krankenhäusern gemeldet, um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Zu den freiwilligen Helfern zählen Menschen aller sozialer Schichten und auch einige Minister berichtete Richard Friedland, der Leiter der Krankenhauskette Netcar.

Vor einigen Krankenhäusern kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Streikenden und der Polizei, die vom Militär unterstützt wird. Gummigeschosse, Wasserwerfer und Knüppel kamen zum Einsatz, damit Rettungswagen, Ärzte und Patienten wieder in die Krankenhäuser kommen. Seit Wochenbeginn gab es schon deutlich mehr als 100 Festnahmen.

 




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