Hotline für ReiseanfragenBitte hier klicken
Die Reiseexperten unseres Partner-Reisebüros beraten Sie gerne telefonisch unter 01805 - 900 456 21569. (14 Cent/Min. aus dem dt. Festnetz, max. 42 Cent/Min. mobil)


Sudan arrow News arrow Al-Bashir verweigert humanitäre Hilfe in Flüchtlingscamp

Al-Bashir verweigert humanitäre Hilfe in Flüchtlingscamp

Geschrieben von Eva Kauke   
Montag, 9. August 2010

Die Lage in Sudans Krisenregion Darfur hat sich erneut drastisch verschlechtert. Laut einem Bericht der Vereinten Nationen ist die Zahl der Todesopfer der vergangenen Wochen so hoch wie seit drei Jahren nicht mehr. Schätzungen des Berichts gehen davon aus, dass seit Mai mindestens 1200 Menschen bei gewalttätigen Übergriffen getötet wurden. Weiterhin sind seit Februar über 110 000 Darfuris auf der Flucht. Insgesamt haben in Darfur seit Beginn des Bürgerkrieges im Februar 2003 ungefähr 300 000 Menschen ihr Leben verloren. Weitere 2,7 Millionen Menschen wurden im Zuge des Krieges zu Flüchtlingen.

Aufgrund der zunehmenden Verschlechterung der Sicherheitslage in Darfur, hat die UN am 31. Juli die Mission der Friedenstruppen im Krisengebiet um ein weiteres Jahr verlängert. Bereits vor drei Jahren wurde die gemeinschaftliche Mission der UN und der Afrikanischen Union UNAMID ins Leben gerufen. Der neueste Bericht der Vereinten Nationen zeigt den bisher eher mäßigen Erfolg des Friedensmandates. Für die Fortsetzung der Mission wurden daher maßgebliche Veränderungen gefordert. Dazu gehört eine Verstärkung des Schutzes der Zivilbevölkerung sowie ein Zero-Tolerance –Konzept gegenüber Behinderungen der Arbeit der Friedenstruppen durch die sudanesische Regierung.

Die Schwierigkeit, dieses Konzept durchzusetzen, zeigte sich bereits zwei Tage nach der Verlängerung des UN-Mandates. Der sudanesische Staatspräsident al-Bashir untersagt seit dem 2. August sämtlichen Hilfsorganisationen den Zutritt zum Flüchtlingscamp Kalma in Süd-Darfur. Schätzungen zufolge leben dort mehr als 80 000 Menschen, somit ist Kalma eines der größten Camps der Region. Ausgangspunkt für den Zugangsstopp waren gewalttätige Ausschreitungen im Camp, die Ende Juli mehrere Todesopfer forderten. Durch die Blockade soll von den Friedenstruppen erzwungen werden, diejenigen Bewohner des Camps, die für die Ausschreitungen mutmaßlich die Verantwortung tragen, der Regierung zu übergeben.

Bisher sind die Verantwortlichen der UNAMID nicht auf die Forderungen der sudanesischen Regierung eingegangen, da mit keinem fairen Prozess für die mutmaßlichen Aufwiegler gerechnet werden kann. Der Versorgungsengpass im Camp wird allerdings zunehmend kritisch. Die Lebensmittel werden immer knapper und auch die fehlende Gesundheitsversorgung verschlechtert die Situation in Kalma drastisch. Indem die Regierung den Zugang zu humanitärer Hilfe im Camp verweigert, heizt sie die ohnehin bereits explosive Stimmung der Flüchtlinge im Camp weiterhin an. Die UN fordert umgehenden Zugang für Mitarbeiter von Hilfsorganisationen – bisher ohne Erfolg.

 




Meistgelesene Artikel

UN ebnet Weg für militärische Intervention in Mali

Samstag, 13. Oktober 2012 | Lukas Niemeyer

mali Die malische Regierung plant in Zusammenarbeit mit der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft...
weiterlesen ...

Vulkanausbruch in Eritrea

Montag, 13. Juni 2011 | Lukas Niemeyer

eritrea Im abgelegenen Südosten Eritreas ist am Sonntag zu einer Reihe von Erdbeben gekommen, die...
weiterlesen ...

Weitere meistgelesene Artikel

Neueste Artikel

AFRIKA-REISEN - DAS NONPLUSULTRA

Donnerstag, 26. September 2013 | Träumer

namibia Schon der Dichter Franz Kafka befand "Wege entstehen dadurch, dass man sie geht."...
weiterlesen ...

REISEANGEBOTE jetzt NEU bei Afrika Travel

Mittwoch, 29. Februar 2012 | Lisa Paula

article thumbnai REISEANGEBOTE jetzt NEU bei Afrika Travel: tolle Reiseangebote warten auf Sie! Finden Sie...
weiterlesen ...

Weitere neue Artikel