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Somalia: UN erklärt akute Hungersnot für beendet

Geschrieben von Eva Kauke   
Montag, 6. Februar 2012

Nach sechs Monaten erklärte die UN-Organisation für Nahrung und Landwirtschaft (FAO) die akute Hungersnot in Somalia für beendet. José Graziano da Silva, der Leiter der Behörde, teilte den Medien mit, dass keine Region des Landes mehr von einer akuten Hungersnot bedroht sei. Im Sommer vergangenen Jahres hatte die UN in mehreren Regionen des Landes eine Hungersnot ausgerufen. Laut Definition besteht eine Hungersnot dann, wenn jeden Tag mindestens zwei von 10.000 aufgrund von Knappheit an Nahrungsmitteln sterben und mehr als 30 % der Kinder unterernährt sind. Eine derartige Situation ist nach Angaben der UN inzwischen in keiner Region Somalias mehr zu finden. Als Gründe gab die UN-Organisation für Nahrung und Landwirtschaft neben dem Einsatz humanitärer Hilfe die nach Langem eingetroffenen Regenfällen sowie Verbesserungen in der Landwirtschaft an. Die letzte Ernte brachte gute Erträge und auch der Anstieg der humanitären Hilfe hätte wesentlich zur Entspannung der Situation in Somalia beigetragen, so die Behörde.

Das Ende der akuten Hungersnot in Somalia bedeutet jedoch nicht, dass die Krise in der Region vorbei ist. Wie die UN berichtet sind derzeit immer noch über ein Drittel der Somalier auf Unterstützung von außen angewiesen. Die Zahl der Menschen, die auf humanitäre Hilfe angewiesen sind, ist in den vergangenen Monaten zwar stark zurück gegangen (von 4 Millionen auf 2,3 Millionen Menschen), die Fortschritte, die in Somalia gemacht wurden, stehen jedoch noch auf wackligen Beinen, wie der Koordinator des Einsatzes in Somalia, Mark Bowden, den Medien mitteilte. Es bedarf auch weiterhin der Unterstützung für Millionen Menschen in Somalia, um die Verbesserung der Bedingungen dauerhaft gewährleisten zu können. Besonders im Süden des Landes leben unzählige Menschen unter den schwierigsten Bedingungen, so Bowden. Dort fehlt es immer noch am Nötigsten. Dass die UN die Hungersnot in Somalia für beendet erklärt hat heißt also nicht, dass die Menschen dort nicht mehr gefährdet sind.

 




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