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Unterstützung für Kleinbauern in Sierra Leone

Geschrieben von Eva Kauke   

Die Regierung von Sierra Leone hat ein Programm zur Kommerzialisierung von Kleinbauern ins Leben gerufen. Durch diverse Hilfestellungen, die den Bauern im Rahmen des Programms zur Verfügung gestellt werden, sollen die Erträge in der Lebensmittelproduktion künftig signifikant erhöht werden. Zum einen soll so die Nahrungssicherheit in Sierra Leone dauerhaft und vor allem unabhängig von ausländischer Hilfe gewährleistet werden. Ein weiteres zentrales Ziel des Programms ist die Anbindung der Kleinbauern an die Märkte, um die wirtschaftliche Entwicklung des Landes voranzutreiben.

Die Basisstation des Programms ist eine Geschäftsstelle in Masiaka, östlich der Hauptstadt Freetown. Dort haben die Kleinbauern aus der Region die Möglichkeit, ihre Überschüsse aus der Ernte zu lagern. Das Zentrum ist außerdem Ausgabestelle für landwirtschaftliche Geräte und Düngemittel. Dadurch soll eine effektivere und stabilere Agrarwirtschaft ermöglicht werden. Etwa 80,000 Familien sollen von diesem Programm profitieren.

Das Zentrum für die Kleinbauern wurde vergangenen Freitag von Sierra Leones Staatsoberhaupt Ernest Bai Koroma eröffnet. Bei den Feierlichkeiten zugegen war auch der ehemalige britische Premierminister Toni Blair, der Sierra Leone im Rahmen der „Africa Governance Initiative“ (AGI) bereits seit zwei Jahren unterstützt. Anliegen dieser Initiative ist es, afrikanische Regierungschefs bei ihren Bemühungen zu unterstützen, die Entwicklung ihrer Länder durch Projekte und Strategien zu fördern.

Die Landwirtschaft ist für die Entwicklung der Wirtschaft des vom langjährigen Bürgerkrieg gezeichneten Staates Sierra Leone von zentraler Bedeutung, wie Präsident Koroma bei der Eröffnung der Geschäftsstelle in Masiaka betonte. Die Überlebensgrundlage der Mehrheit der Bevölkerung Sierra Leones ist bisher die Subsistenz. Durch das neue Programm soll den Kleinbauern nun vermehrt der Zugang zu den Märkten eröffnet werden. Die Transformation vom Lebensmittelanbau für den Eigenbedarf zum kommerziellen Anbau soll neben den positiven Effekten für die Wirtschaft durch die Gewinnung neuer Kaufkräfte auch grundsätzlich den Lebensstandard der Menschen verbessern. Bis heute leben rund 70 % der Sierra Leoner unterhalb der Armutsgrenze.

 




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