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Nach Unglück: Sambischer Minister macht Bungee-Jump

Geschrieben von Lukas Niemeyer   
Samstag, 14. Januar 2012

Nach dem Absturz einer australischen Urlauberin beim Bungee-Jumping an den Victoriafällen hat sich der sambische Tourismusminister Given Lubinda selbst in die Tiefe gestürzt um die Sicherheit des Sprunges unter Beweis zu stellen. Das Video, auf der das Unglück der 22-jährigen Erin Langworthy zu sehen ist, hat sich derweilen rasend schnell im Internet verbreitet.

Bereits an Silvester war die junge Australierin von einer Eisenbahnbrücke, die den Sambesi direkt an den Victoriafällen überspannt in die Tiefe gesprungen. Das Bungee-Seil riss und die Frau stürzte kopfüber 111 Meter und landete in dem reißenden Fluss. Obwohl ihre Füße mit dem Seil verknotet waren, gelang es Erin Langworthy bis ans Ufer zu schwimmen. Die Australierin hatte Glück im Unglück und zog sich trotz der enormen Fallhöhe lediglich schwere Prellungen und ein gebrochenes Schlüsselbein zu.

Die Victoriafälle sind eines der beeindruckensten natürlichen Weltwunder und sind für die beiden Anrainerstaaten Sambia und Simbabwe eine wichtige Einnahmequelle. Der Tourismus ist ein wichtiges Standbein für die Wirtschaft und schafft dringend benötigte Arbeitsplätze. Rund um die Victoriafälle haben sich mit der Zeit zahlreiche sportliche Angebote für Abenteuerlustige etabliert. Neben Bungee-Jumping gibt es auch Rafting-Touren durch die Stromschnellen des Sambesi oder Helikopterflüge über das Gebiet.

Seit Einführung des Bungee-Jumpings von der imposanten Eisenbahnbrücke vor 17 Jahren wurden schätzungsweise bereits 150.000 Sprünge absolviert. Der Unfall der jungen Australierin war der Erste dieser Art. Wie der Veranstalter Shearwater Adventures mitteilte, wurden die Sprünge für zwei Tage ausgesetzt, um die Hintergründe gründlich zu untersuchen.

Der sambische Minister hat nach seinem eigenen Sprung Erin Langworthy angeboten, mit ihr zusammen im Tandem zu springen. Minister Lubinda sprach von einer „extrem angsteinflößenden“ Erfahrung, die man erlebt, wenn man oben auf der Brücke steht und unter sich nichts als Wasser und Felsen erblickt. Im Gegenzug seien aber die Erfahrung des Sprunges an sich und das Wissen, dass „man den Mumm hat“, extrem aufregend.

 




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