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Nigeria: Flut fordert mindestens 148 Tote

Geschrieben von Eva Kauke   
Mittwoch, 3. Oktober 2012

Die Regenzeit in Nigeria war in diesem Jahr ganz besonders ausgeprägt. Vor allem zum Ende der niederschlagsreichen Zeit, die von März bis September andauert, waren verheerende Überschwemmungen die Folge. Wie das Nigerianische Rote Kreuz nun berichtet, wurden mindestens 148 Menschen durch die Folgen der übermäßigen Regenfälle getötet. Die Hälfte der 36 Bundesstaaten Nigerias ist von den Fluten betroffen, so die Hilfsorganisation. Rund 165.000 Menschen mussten flüchten und ihre Heimatorte verlassen. Viele von ihnen sind jetzt obdachlos, da ihre Häuser durch die Überschwemmungen zerstört wurden.

Doch auch dort, wo die Häuser den Fluten nicht zum Opfer fielen, haben die Menschen mit schwerwiegenden Folgen zu kämpfen. In einigen Regionen Zentralnigerias wurden gefährliche Tiere mit den Fluten in die Dörfer geschwemmt. Darunter Schlangen, Krokodile und sogar Nilpferde. Nun müssen zahlreiche Menschen nicht nur damit umgehen, dass ihre Häuser zum Teil noch immer unter Wasser stehen, sondern auch mit der Tatsache, dass potentiell gefährliche Tiere dort vorübergehend ein neues Zuhause gefunden haben.

Die National Emergency Management Agency Nigerias ist nun damit beauftragt dafür zu sorgen, dass die Menschen zurück in ihre Häuser gehen können. Bisher ist dies jedoch in mehreren Orten des Landes nicht zuletzt aufgrund der Tiere nicht möglich. Es sei lebensgefährlich in ein Haus zurückzukehren, in dem sich möglicherweise noch Schlangen oder andere gefährliche Tiere aufhalten, so ein Sprecher der Behörde.

Auch wenn die Wassermassen irgendwann wieder verschwunden sein werden und mit ihnen die Tiere, werden die Folgen einer der schlimmsten Überschwemmungen in Nigeria seit Jahrzehnten schwerwiegend sein. Nicht nur viele Häuser sind zerstört worden, auch das Ackerland wurde vielerorts in Mitleidenschaft gezogen. Die Flut hat in einigen Regionen ganze Anbaugebiete zerstört, da sie enorme Erdmassen davon geschwemmt hat. Hinzu kommt, dass zahlreiche Nutztiere, die den Menschen als Lebensgrundlage dienten, in den Fluten ertrunken sind.

Nicht zuletzt ist auch die Gesundheit der Menschen in den Überschwemmungsgebieten bedroht. Das Nigerianische Rote Kreuz warnte vor dem Ausbruch einer Choleraepidemie in Folge verunreinigten Grundwassers. Die Organisation rief zu Spenden auf, um die prekäre Situation der Menschen in den betroffenen Gebieten Nigerias in den Griff zu bekommen. Meteorologen zufolge ist die Regenzeit in diesem Jahr jedoch noch nicht vorüber. Es werden weiterhin schwere Regenfälle gemeldet.

 

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