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Nigeria: Großeinsatz gegen Boko Haram – 35 Sektenmitglieder getötet

Geschrieben von Lukas Niemeyer   
Dienstag, 25. September 2012

Wie das nigerianische Militär heute mitteilt, wurden bei einem Großeinsatz gegen die radikal-islamistische Sekte Boko Haram im Norden des Landes mindestens 35 Verdächtige getötet und zahlreiche weitere verhaftet. Die Aktion der Einsatzkräfte konzentrierte sich auf die Provinzen Adamawa und Yobe, in denen es in den vergangenen Wochen verstärkt zu Angriffen durch Boko Haram gekommen war.

Der verantwortliche Sprecher des Militärs, Eli Lazarus, teilte mit, dass die Operation in der Nacht von Sonntag auf Montag stattfand und es dabei zu teils heftigen Feuergefechten mit den Terroristen gekommen sei. In die Hauptstadt der Yobe-Provinz, Damaturu, wurde für den entsprechenden Zeitraum eine 24-stündige Ausgangssperre verhängt. In drei Stadtteilen zogen die Einsatzkräfte auf der Suche nach Anhängern der Sekte von Haus zu Haus.

Zwei Soldaten der Armee wurden bei der Aktion verletzt. Dutzende Waffen und Sprengsätze seien sichergestellt worden, so Lazarus weiter. Die anhaltenden Bemühungen der Regierung, durch den konzentrierten Einsatz von Polizei und Militär, dem Morden durch Boko Haram im Norden Nigerias ein Ende zu setzen, scheinen langsam Wirkung zu zeigen.

Im Vergleich zu Beginn des Jahres sind die jüngsten Anschläge der Terrororganisation weniger groß ausgefallen: Bei koordinierten Terroraktionen im Januar waren in Kano innerhalb von zwei Tagen mindestens 186 Menschen getötet worden. Aber trotz der massiven Intervention der Regierung kommt immer noch fast täglich zu kleineren Anschlägen. In Damaturu, auf das sich die nächtliche Razzia des Militärs konzentrierte, hatte sich erst am Sonntag ein Selbstmordattentäter vor einer Kirche in die Luft gesprengt und dabei zwei Menschen getötet und 46 verletzt.

In den vergangenen zwei Jahren haben die Terroranschläge der radikal-islamistischen Sekte schätzungsweise um die 1.400 Todesopfer gefordert. Ziele der Anschläge, die sich mit wenigen Ausnahmen auf den Norden Nigerias beschränken, sind auch immer wieder Kirchen. Analysten vermuten, dass Boko Haram auf diese Weise das Verhältnis zwischen Christen und Muslimen verschlechtern möchte, um neue radikale Mitglieder werben zu können.

 

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