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Nigerianische Polizei befreit entführten Fußballstar Obodo

Geschrieben von Lukas Niemeyer   
Montag, 11. Juni 2012

Die nigerianische Polizei hat den internationalen Fußballstar Christian Obodo aus der Hand seiner Entführer befreit. Der aus Nigeria stammende Fußballspieler war am Sonntag Vormittag vor einer Kirche von einer Gruppe bewaffneter Männer überfallen und mitgenommen worden. Die Entführung ereignete sich nahe der südlich gelegenen Stadt Warri – einem Zentrum für die Ölförderung in der Region – in der Provinz Delta State.

Wie die Polizei bekannt gab, ist bislang noch unklar, wer genau hinter der Entführung steckt. Die Geiselnehmer forderten umgerechnet etwa eine Summe von 150.000 Euro für die Freilassung Obodos. Den Sicherheitskräften gelang es jedoch, den Fußballer nur einen Tag nach der Entführung unverletzt aus der Gefangenschaft zu befreien. Die Polizisten verfolgten die mutmaßlichen Entführer bis nach Isoko, das außerhalb von Warri gelegen ist, und konnten dort Obodo befreien. Fünf Verdächtigte wurden festgenommen und eine Kalaschnikow vom Typ AK-47 sichergestellt.

Der 28-jährige Christian Obodo ist ein internationaler Mittelfeldspieler, der vergangene Saison in der italienischen Serie A für den US Lecce gespielt hat. Die Entführung des Fußballers ist indes kein Einzelfall. Immer wieder kommt es, vornehmlich im Süden Nigerias, zu Entführungen von Ausländern oder reichen Nigerianern, mit dem Ziel, Lösegeld zu erpressen.

2008 wurde der Bruder des beim englischen FC Everton unter Vertrag stehenden Verteidigers Joseph Yobo von Unbekannten in Port Harcourt entführt, nach zehn Tagen jedoch wieder freigelassen. Bis heute ist unklar, ob die Angehörigen von Nornu Yobo das geforderte Lösegeld in Höhe von 1,7 Millionen US-Dollar an die Entführer gezahlt haben.

Zuletzt war vergangenes Jahr der Vater des Chelsea-Mittelfeldspielers John Mikel Obi in der zentral gelegenen Stadt Jos entführt worden. Durch eine Aktion der Polizei konnte Obi's Vater ebenfalls nach zehn Tagen unbeschadet aus der Geiselhaft befreit werden. Zwei Soldaten, die an der Entführung beteiligt gewesen sein sollen, sind mittlerweile aus der Armee entlassen worden.

 

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