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Deutsche Geisel in Nigeria getötet

Geschrieben von Lukas Niemeyer   
Donnerstag, 31. Mai 2012

Ein deutscher Ingenieur, der Ende Januar im Norden Nigerias entführt worden ist, ist übereinstimmenden Medienberichten zufolge bei einem Befreiungsversuch getötet worden. Wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf nigerianische Sicherheits- und Militärkreise berichtet, ist der deutsche Ingenieur Edgar Fritz Raupach in der nördlich gelegenen Stadt Kano ums Leben gekommen.

Der genaue Ablauf der Geschehnisse ist noch unklar, die Polizeibehörden vor Ort haben für den Nachmittag weitere Informationen angekündigt. Anwohner in Kano berichten, dass am Morgen Schüsse im Westen der Stadt zu vernehmen waren. Das Auswärtige Amt, dass seit der Entführung Ende Januar einen Krisenstab eingerichtet hat, hat die Vorfälle noch nicht bestätigt.

Hinter der Entführung steht aller Wahrscheinlichkeit nach nicht die in der Region sehr aktive islamistische Sekte Boko Haram, sondern ein nordafrikanischer Ableger der Terrororganisation al-Qaeda. In einem Video, das im März veröffentlicht wurde und welches der Organisation zugeordnet wird, forderten die Entführer von der deutschen Bundesregierung die Freilassung einer inhaftierten Frau, die wegen Terrorvorwürfen verhaftet worden war.

Bereits im März diesen Jahres waren zwei Auswanderer, die 2011 im Nordwesten Nigerias entführt worden waren, getötet worden, als nigerianische und britische Sicherheitskräfte einen Befreiungsversuch unternahmen. Im Zusammenhang mit den jüngsten Entwicklungen um die Ermordung des deutschen Ingenieurs, der für eine Baufirma tätig war, gaben die Behörden auch bekannt, dass ein weiterer Ingenieur, italienischer Herkunft, in der westlich gelegenen Kware-Provinz entführt worden sein soll.

Während es im Süden des Landes in den vergangenen Jahren häufiger zu Entführungen von ausländischen Mitarbeitern diverser Ölfirmen gekommen ist, waren Geiselnahmen im Westen Nigerias, bislang äußerst selten. Die Regierung des bevölkerungsreichen Landes ist es gelungen mit großer Anstrengung die Sicherheit im Süden größtenteils wieder herzustellen, während im Norden die Gewalt der islamistischen Sekte Boko Haram weiter zunimmt.

 

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