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Nigeria: Mindestens 34 Tote bei Anschlag auf Viehmarkt

Geschrieben von Eva Kauke   
Freitag, 4. Mai 2012

Mindestens 34 sind bei einem Angriff auf einen Viehmarkt im Nordosten Nigerias getötet worden. Am Mittwochabend wurde der Markt von schwer bewaffneten Männern überfallen und komplett niedergebrannt. 34 Todesopfer wurden in das Krankenhaus in der Stadt Potiskum gebracht, so ein Mitarbeiter der Einrichtung. Es wird jedoch vermutet, dass der Angriff weitaus mehr Opfer gefordert haben könnte, als bisher bekannt geworden ist. Möglicherweise haben einige Familien ihre Toten bereits begraben, ohne das diese vorher von den Rettungskräften registriert worden waren, so die Vermutung eines Helfers. Das nigerianische Rote Kreuz gab außerdem an, dass etwa 30 weitere Personen bei der Attacke auf den Viehmarkt verletzt worden sind.

Augenzeugen berichteten, dass eine Gruppe bewaffneter Männer den Markt plötzlich gestürmt hat. Neben Gewehren hatten sie auch rund zwanzig Sprengsätze dabei, mit denen sie das Marktgelände in Brand setzten. Besonders perfide ist der Augenzeugenbericht, den die BBC in ihre Berichterstattung aufgenommen hat. Demnach haben die Männer den Eingang zum Markt, der von einem Zaun begrenzt wird, vor dem Angriff verschlossen. Die Händler, die Besucher und die Tiere waren damit in einer tödlichen Falle gefangen. Unter den Opfern sollen sich vor allem Viehhändler befinden. Neben einheimischen Händlern frequentieren auch viele Händler aus den Nachbarstaaten Niger, Kamerun und dem Tschad den Markt in Nordnigeria. Auch zahlreiche Tiere wurden bei dem Angriff getötet. Viele verbrannten in den Flammen.

Spekulationen zum Trotz, dass die radikal islamistische Sekte Boko Haram hinter dem Attentat steckt, geht die Polizei davon aus, dass es sich um einen Vergeltungsschlag aufgrund eines missglückten Viehdiebstahls handelt. Ein Mann war zuvor bei dem Versuch Vieh zu entwenden von Händlern auf dem Markt getötet worden. Der Anschlag soll ein Racheakt für diese Selbstjustiz gewesen sein. Eine Einsatzgruppe in Zusammenarbeit des nigerianischen Militärs und der Polizei soll nun ermitteln, wer den Anschlag verübt hat.

 

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