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ECOWAS will Malaria bis 2015 auslöschen

Geschrieben von Lukas Niemeyer   
Mittwoch, 16. März 2011

Die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) hat heute in Nigeria eine Kampagne gestartet, deren Ziel die Auslöschung der Malaria in den westafrikanischen Ländern bis 2015 ist. Hauptkomponente der Kampagne, die in Port Harcourt, der Hauptstadt der River State Provinz in Nigeria, vorgestellt wurde, ist die Bekämpfung der Larven und erwachsenen Exemplaren der Überträgermücken.

Übertragen wird Malaria von der Anopheles Stechmücke, welche den humiden Gebieten Afrikas weit verbreitet ist. Die in Afrika am häufigsten auftretende und zugleich gefährlichste der drei bekannten Formen, die Malaria tropica, kann, wenn sie unbehandelt bleibt, nicht nur zu hohem Fieber, sondern auch zu Organversagen führen und endet daher häufig tödlich.

Erreicht werden soll das hehre Ziel durch die Verwendung eines in Kuba entwickelten biologischen Larvenvernichtungsmittels (Larvizid), welches aus umweltverträglichen Substanzen besteht und auf die Brutstätten der Anopheles-Mücke aufgetragen werden soll.

Der Präsident der ECOWAS Kommission, Botschafter James Victor Gbeho, erklärte bei der Auftaktveranstaltung, dass der Kampf gegen Malaria sehr facettenreich ist und die jetzige Strategie ausgewählt wurde, da ihr Erfolg bereits in anderen Teilen der Welt bewiesen wurde.

Als Ausgangspunkt der Kampagne das in Nigerias River State Provinz gelegene Nigerdelta gewählt. Das begründete Gbeho damit, dass hier ein sumpfiges Gelände vorherrscht, welches die Ausbreitung der Anopheles-Mücke stark begünstigt. Außerdem sei die Region aufgrund der geographischen Beschaffenheit exemplarisch für die ebenfalls sumpfigen Malariagebiete entlang der westafrikanischen Küste.

Teil der groß angelegten Kampagne soll auch der von Venezuela unterstützte Aufbau von Fabriken zur Herstellung der Bio-Larvizide sein. Geplant sind Fabriken in der Elfenbeinküste, Ghana und in Nigerias River State Provinz, die jeweils die lokalen Bekämpfungsprogramme mit den nötigen Substanzen versorgen sollen.

Kritiker der Kampagne bemängeln, dass die Bekämpfung der Larven und Brutstätten mit Larviziden viele Nebenwirkungen auf das Ökosystem haben könnten, und fordern daher eine bessere Kontrolle und Vorsorge gegen Malaria anstelle der nun begonnenen Vernichtung der Überträger.

 




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