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Sahelzone von Hungerkatastrophe bedroht

Geschrieben von Eva Kauke   
Freitag, 27. Januar 2012

Mehr als zehn Millionen Menschen in der westlichen Sahelzone sind nach Angaben von Hilfsorganisationen von einer Hungerkatastrophe bedroht. Besonders dramatisch ist die Nahrungsmittelsituation in den Ländern Niger, Mail, Mauretanien und Tschad. Im Niger und in Mauretanien sind die Nahrungsmittel schon jetzt äußerst knapp, wie ein Sprecher des Berliner Büros des UN-Welternährungsprogramms den Medien mitteilte. Grund für diese fatale Lage sind anhaltende Dürre und Insektenplagen.

Dass die Lebensmittel in der Sahelzone aufgrund mangelnden Niederschlags und anderer Umweltfaktoren in diesem Jahr knapp werden, ist schon länger bekannt, an die Öffentlichkeit ist diese Nachricht jedoch praktisch nicht gedrungen. Die Hilfsorganisation CARE warnte bereits im Oktober vergangenen Jahres vor der drohenden Katastrophe. Und auch die Regierungen der betroffenen Länder haben auf ihre schwierige Lage aufmerksam gemacht und die internationale Gemeinschaft um Unterstützung ersucht. Nahrungsmittelknappheit ist kein Problem, das sich von heute auf morgen einstellt. Ohne Regen vertrocknen die Ernten, wenn dann noch Insektenschwärme über die verbliebenen Lebensmittel herfallen, ist klar, dass aufgrund der folgenden Missernten die Lebensmittel knapp werden.

Doch die Weltgemeinschaft scheint nichts aus ihren Versäumnissen während der Hungerkatastrophe im Osten Afrikas gelernt zu haben. Auch hier haben trotz aller Warnsignale die Hilfeleistungen viel zu spät eingesetzt, was tausenden Menschen am Horn von Afrika das Leben kostete. Hilfsorganisationen setzen sich jetzt dafür ein, dass die internationale Gemeinschaft die drohende Hungerkatastrophe in der Sahelzone zur Kenntnis nimmt und entsprechend reagiert. Die Organisationen üben scharfe Kritik an der internationalen Gemeinschaft, deren Geberländer stets erst dann handeln, wenn die Krise bereits eingesetzt hat und erste Opfer zu verzeichnen sind. Auf die bereits vor Monaten geäußerten Warnungen diverser Hilfsorganisationen sowie auf die Ersuche der Regierungen der betroffenen Länder auf Unterstützung blieben die Reaktionen weitgehend aus.

Allein im Niger sind laut Einschätzungen der Hilfsorganisation CARE 1,3 Millionen Menschen bereits jetzt auf Soforthilfe angewiesen. Es ist zudem nicht auszuschließen, dass auch in weiteren Ländern der Region die Lebensmittel in Kürze so knapp werden, dass es zu einer Hungerkatastrophe kommen wird. Denn auch im Senegal, in Gambia, in Kamerun, in Burkina Faso sowie im Norden Nigerias sind die Regenfälle weitgehend ausgeblieben, wie ein Sprecher des Berliner Büros des UN-Welternährungsprogramms mitteilte.

 

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