Anzeige
Niger arrow News arrow Hilfsorganisationen warnen vor Nahrungskrise in der Sahelzone

Hilfsorganisationen warnen vor Nahrungskrise in der Sahelzone

Geschrieben von Eva Kauke   
Montag, 31. Oktober 2011

Im Osten Afrikas sind seit Monaten Millionen Menschen vom Hunger bedroht. Die anhaltende Dürre am Horn von Afrika zerstörte die Ernten in vielen Regionen und ließ das Vieh verenden. Hunderttausende Menschen mussten aufgrund der Nahungsmittelknappheit aus ihrer Heimat flüchten und leben heute in schlecht ausgestatteten Lagern, wo sie, wenn überhaupt, nur mit dem Nötigsten versorgt werden können. Zehntausende Menschen starben in Somalia, Kenia, Äthiopien und weiteren Ländern am Horn von Afrika bereits an Mangelernährung, in Folge der schlimmsten Dürrekatastrophe seit 60 Jahren.

Die Hilfsorganisation CARE und die Welthungerhilfe warnen nun vor einer Wiederholung dieses humanitären Desasters in der Sahelzone. Im Niger, in Mali und in Burkina Faso gibt es nach Angaben der beiden Organisationen eindeutige Anzeichen, dass auch dort eine Nahrungskrise bevorsteht. Denn auch in diesen Ländern brachten die letzten Regenzeiten entweder viel zu wenig Niederschläge mit sich oder blieben sogar ganz aus. Wie die Welthungerhilfe am Montag bekannt gab, wird es dort im Frühjahr nächsten Jahres zu einer gravierenden Nahrungsmittelknappheit kommen. Auf Satellitenbildern ist zu erkennen, dass sich die Dürregebiete immer mehr vergrößern und auch die Flüsse viel zu wenig Wasser führen. Der Regionaldirektor der Welthungerhilfe in Mali, Willi Kohlmus, bezeichnete diese Anzeichen als alarmierend.

Heribert Scharrenbroich, der Präsident der Hilfsorganisation CARE Deutschland-Luxemburg, machte mit einem „Weckruf“ in den Medien vor allem auf die prekäre Situation im Niger aufmerksam. Er forderte die humanitäre Gemeinschaft auf, mehr Mittel zur Verfügung zu stellen, um die Ausmaße der drohenden Nahrungsmittelkrise so gering wie möglich zu halten. Durch schnelles Handeln könne eine anhaltende Krise im Niger abgewendet werden. Jetzt müssen Maßnahmen ergriffen werden, um die Menschen in den Dürregebieten zu unterstützen und nicht erst, wenn die Katastrophe bereits unzählige Menschen bedroht und nur noch Nothilfe geleistet werden kann.

Die Anzeichen für eine weitere Hungersnot in Afrika könnten deutlicher nicht sein. Doch Spenden bei den Hilfsorganisationen gehen meist erst ein, wenn die ersten Bilder der Opfer der Katastrophe in die Medien gelangen. Und auch die Regierungen und andere offizielle Stellen reagieren meistens viel zu spät. Scharrenbroich appelliert daher an alle, die drohende Krise in der Sahelzone nicht zu ignorieren und durch rechtzeitiges Handeln Menschenleben zu retten.

 

Neueste Artikel

Richtige Ausstattung für eine Safari Tour

Mittwoch, 12. Juli 2017 | Mario Herbst

article thumbnaiWer im Sommer ein echtes Abenteuer erleben will, für den ist eine Safari-Tour durch die Wildnis...
weiterlesen ...

Überwintern in Las Palmas - Stadtleben auf den Kanarischen Inseln

Montag, 22. Mai 2017 | Mario Herbst

EinreisebesstimmungUnter den Globetrottern und Touristen sind die Kanarischen Inseln schon lange ein Traumziel:...
weiterlesen ...

Weitere neue Artikel